05.04.2026 Holm Ostsee
Die Ostsee tanzt zu Ostern
und die Paare des TSC tanzen vorne mit
Drei Finales und ein Anschlussplatz für Klaus und Elisabeth
Für viele Tänzer ist diese Gemeinschaftsveranstaltung der TSG Creativ Norderstedt und der TSG Creativ Hamburg über das Osterwochenende schon seit Jahren eine feste Institution. Die Traditionsturniere gibt es bereits seit 1987. Bis September 2018 wurden sie im Kursaal von Heiligenhafen durchgeführt; seit Ostern 2019 zieht es die Tänzer in den Tropischen Palmengarten nach Holm.
Donnerstag, 2. April
So machten sich auch in diesem Jahr viele unserer TSC-Paare hochmotiviert und bei schönem Frühlingswetter auf den Weg an die Ostsee. Die meisten von ihnen legten die Anreise auf den Gründonnerstag. Ohne Staus ließ es sich entspannt und Treibstoff sparend dem Ziel entgegenfahren.

Nach der Ankunft im Hotel
inspizierte man einige der hübschen Winkel und Kuriositäten von Schönberg


und durchwanderte dann die herrliche Landschaft entlang des Schönberger Strandes.

Eine steife Küstenbrise durchpustete Kleidung, Nase und Haare,

Fotos: Elisabeth Christmann

und machte Appetit auf ein gemütliches gemeinsames Abendessen.
Freitag, 3. April
Helmut Bresch und Angelika Nothdurft konnten erst am Karfreitag in Holm landen, und auch sie wurden von starkem Gegenwind empfangen.
Foto: Angelika Nothdurft
Klaus und Elisabeth Christmann hatten für dieses Wochenende ein volles Programm mit vier Turnieren geplant. Zuvor konnten sie sich am Freitagmorgen ein ausgiebiges stärkendes Frühstück gönnen und noch ein wenig frische Meeresluft schnuppern.
Gegen 13 Uhr ging es dann in Richtung Palmengarten, wo die Turniere abliefen.

Dort galt es zunächst einmal, den Freund und Clubkameraden Werner anzufeuern, denn für ihn gab es an diesem Tag eine Premiere: Wegen Marions verletzungsbedingter Auszeit hatte er sich entschlossen, sein Glück in der Solo-Klasse zu probieren. Hier musste er gewissermaßen seinen eigenen Partner spielen und bewältigte diese Rolle souverän.

Die sechs Herren aus Deutschland und Dänemark in dem bunt gemischten Feld der B-, A- und S-Klasse Senioren IV Solo präsentierten abwechslungsreiche Kreationen. Das Publikum honorierte es mit stürmischem Applaus.
Werner belegte am Ende Platz 4, wobei ihm auch viele bessere Einzelwertungen zugesprochen wurden.

Fotos: Elisabeth Christmann
Das Motto „Gute Laune“ war an diesem Wochenende unüberhörbar und wurde auch in den immer wieder eingespielten thematisch einschlägigen Gassenhauern intoniert. Getragen von der fröhlichen Stimmung tanzten Klaus und Elisabeth in dem starken Feld von 21 Paaren der Senioren IV S beschwingt von Runde zu Runde, auch wenn es mit sieben Paaren auf der Fläche gelegentlich etwas ruppig zuging. Da die Musikanlage immer mal wieder ihren Geist aufgab, andere Turniere zwischengeschachtelt wurden und gelegentlich ein Wertungsrichter abhandenkam, entstanden ausgedehnte Pausen, so dass sich das Turnier sehr lange hinzog, bis im Finale endlich die Entscheidung fiel. Klaus und Elisabeth waren in der erlesenen Finalrunde mit dabei und durften sich nach einem gelungenen Einstieg in das lange Turnierwochenende über Platz 4 freuen. In einer knappen Entscheidung holten sich die Berliner Lutz und Berit Fröhlich vom Askania – TSC den Sieg vor dem neu in diese Altersklasse gewechselten Paar Thomas und Cornelia Welter vom TSZ Grevenbroich.

Foto: Frauke Niebuhr
Doch damit war für Klaus und Elisabeth der erste Turniertag noch lange nicht zu Ende. Denn am Abend stand das Einladungsturnier „Anti-Aging Trophy 70+“ um den Peter-Beinhauer-Gedächtnispokal auf dem Programm, zu dem Turnierleiter Gerrit Schlocker eine bewegende und von viel Applaus begleitete Laudatio hielt. An diesem Turnier nahmen 19 Paare teil, darunter aus unserem Club nicht nur Klaus und Elisabeth, sondern auch Hans-Jürgen und Sigrid Schulze. Beide Paare erreichten sicher das Semifinale, wo dann allerdings für Sigrid und Hans-Jürgen mit Platz 12 das Turnier zu Ende ging.
Klaus und Elisabeth erhielten im Semifinale die dritthöchste Kreuzchenzahl 22 und durften sich über den erneuten Einzug ins Finale freuen. Dort erwischten sie dann leider aufgrund der sehr gewöhnungsbedürftigen Rhythmik des gespielten Langsamen Walzers einen Blackout, der ihnen mit den Einzelwertungen 4-5-5-6-4 Platz 6 im ersten Tanz einbrachte. Diesen Makel konnten sie nicht mehr ganz abschütteln, auch wenn die folgenden Tänze deutlich besser liefen.

Foto: Angelika Skambraks
Am Ende trennte die beiden nur die Skating-Regel von Platz 4, aber auch mit Platz 5 waren sie angesichts des Fehlstarts durchaus glücklich. Die Plätze 1 und 2 gingen in diesem Turnier nach Berlin: Es gewannen Jörg Jasch und Nadja Theus (TC Blau Gold im VfL Tegel) vor Reinhard und Petra Dittmann (Turniertanzkreis am Bürgerpark).
Samstag, 4. April

Foto: Angelika Nothdurft
Der Ostersamstag stand rund um die Uhr im Zeichen des Tanzsports, mit dem ersten Qualifikationsturnier zum „Diamond Cup“, bei dem ein Partner in der laufenden Saison das siebzigste Lebensjahr erreichen muss, als Schluss- und Höhepunkt.
Zuvor nutzten Angelika und Helmut ebenso wie Elisabeth und Klaus ein zweites Turnier der Senioren IV S zum „Warmwerden und Eingrooven“. Angelika und Helmut schafften den Cut im Feld der erneut 19 Paare und freuten sich über den geteilten 9. Platz.
Klaus und Elisabeth erreichten zum dritten Mal die Endrunde.

Dort konnten sie die Charakteristik der Tänze gut demonstrieren und erhielten in jedem Tanz eine 3 und eine 5, doch die Majoritätswertung brachte im Gesamtergebnis Platz 6. Die beiden Spitzenpaare tauschten gegenüber dem Vortag die Plätze.

Ein Wochenende mit drei Finalteilnahmen in großen und stark besetzten Turnieren: Viel Grund zur Freude für Elisabeth und Klaus!

Bevor das 1. Qualifikationsturnier des Diamond Cups losging, gab es eine Verschnaufpause von 90 Minuten, die man auch zu einem kleinen Imbiss und ein paar Eintanzrunden nutzen konnte.
Ganz pünktlich hieß es dann: Aufstellen zum Einmarsch in den Saal, für den das anführende Paar mit einer kleinen Choreographie instruiert wurde. Zu der von Ross Antony gesungenen deutschen Version des Songs “I am what I am“ zogen 24 Paare, begleitet von anhaltendem Applaus, in den Saal ein.

Mit dabei drei Paare des TSC in Hannover: Hans-Jürgen und Sigrid Schulze, Angelika Nothdurft und Helmut Bresch, und wieder Klaus und Elisabeth Christmann. Damit stellte unser Club wie so oft die Mehrheit der zehnköpfigen Delegation des NTV.

Fotos: Angelika Skambraks u.a.
Nach zwei getanzten Vorrunden mit allen 24 Paaren freuten sich unsere drei Paare riesig, dass sie geschlossen in das 14-paarige Semifinale einziehen durften. Hans-Jürgen und Sigrid erreichten den geteilten Platz 12, Helmut und Angelika kamen auf Platz 9. Nur um zwei Kreuzchen verfehlten Klaus und Elisabeth den Einzug ins Finale.

Foto: Marcel Erné
Schade – aber mit Platz 7 waren sie das beste niedersächsische Paar bei diesem Qualifikationsturnier zum Diamond Cup.

Anschließend ließ man in geselliger Runde den langen Turniertag mit vielen Tanzfreunden bei einem Gläschen Sekt oder Bier ausklingen und diskutierte noch ein wenig über die manchmal „speziellen Wertungen“. Aber im Großen und Ganzen war man sich einig, dass sich der Ausflug an die Ostsee inklusive Kalifornien und Brasilien gelohnt hat.

Fotos: privat
Sonntag, 5. April

Am Ostersonntag hatten Klaus und Elisabeth zwar kein eigenes Turnier mehr zu bestreiten (vier an einem Wochenende sind auch genug), fanden sich aber natürlich gegen Mittag noch einmal in der Halle ein, um zusammen mit Marion unseren neuen Solotänzer Werner bei seinem zweiten Auftritt tatkräftig zu unterstützen. Diesmal gingen sieben tanzfreudige Herren an den Start. Ähnlich wie am Freitag waren individuelles Tanzen und choreographische Vielfalt gefragt.

Von den kunterbunt gemischten Wertungen für alle Beteiligten erhielt Werner eine Zwei, sieben Dreien und acht Vieren und landete dennoch etwas unglücklich auf Platz 5. In jedem Fall ein gelungener Einstand in einer ganz neuen Challenge!


Fotos: Elisabeth Christmann
Am Nachmittag machten einige unserer Teilnehmer nochmal einen schönen Strandspaziergang,
Fotos: Christmann, Nothdurft, Schlamm-Dedekind
bevor sie sich bei Kaffee und Kuchen im Saal einfanden, um das 1. Qualifikationsturnier des Gold Cups zu verfolgen. Für 29 Paare aus ganz Deutschland ging es hier darum, möglichst viele Punkte für die Endveranstaltung im Herbst zu sammeln.

Vom Niedersächsischen Tanzsportverband trat allerdings nur ein einziges Paar an: Jürgen und Christine Flimm vom SSV Neuhaus tanzten sich zum wiederholten Male ganz weit nach vorne und belegten Platz 3 hinter den Siegern Thomas und Susanne Schmidt vom Schwarz-Rot-Club Wetzlar und Andreas und Annette Reumann vom Tanz-Turnier-Club Elmshorn. Da weitere Turniere zwischen die Runden des Gold Cups geschachtelt wurden, war es fast Mitternacht, als man zu den Siegerehrungen schreiten konnte.

Fotos: Angelika Skambraks








