31.05.2026 Gifhorn
Maipokal und Mühlenpokal in Gifhorn
Dreimal Finale und beinahe ein Sieg
Das letzte Wochenende des Monats Mai stand in Gifhorn-Gamsen wieder ganz im Zeichen des Tanzsports: Im Dorfgemeinschaftshaus präsentierte die TSA des SV Triangel am Samstag den traditionellen Maipokal, am Sonntag zog die TSA der SV Gifhorn mit dem ebenso traditionsreichen Mühlenpokal nach.
Marcel Erné und Birgit Suhr-Erné hatten positive Reminiszenzen an diese Pokalturniere …

und beschlossen daher, sich mit tanzsportlichen Ambitionen an beiden Tagen auf den Weg in den recht nahegelegenen Vorort von Gifhorn zu machen.
Samstag, 30. Mai 2026
Nach der Abfahrt in Altwarmbüchen bei einem Mix aus Sonne und Wolken
gab es gleich den ersten Stau
und alsbald drohten weitere Gefahren aus grauer Vorzeit.

Doch man erreichte unversehrt den Ortseingang von Gamsen,
wo Ecki einen Coffeeshop eröffnet hatte.
Da wegen intensiver Bauarbeiten rund um das Dorfgemeinschaftshaus keine Parkplätze zu ergattern waren, suchte man sich, der Empfehlung der Veranstalter folgend, ein Plätzchen vor der nicht allzu weit entfernten Wilhelm-Busch-Schule.
Drinnen standen schon verlockende Pokale bereit.
Die Tische waren wieder hübsch mit den von Birgit Beirith gestalteten gläsernen Tanzschuhen geschmückt.
Turnierleiter Mathias Heuberger hielt mit seiner bekannt lockeren Moderation Tanzende und Gäste bei Laune,
und alsbald wurden die ersten Siegerehrungen von der Meute der Fotografen bildlich erfasst.
Dann installierte Helmut Roland, der sich mit Eleonore ebenso wie Birgit und Marcel für beide Tage zu den Turnieren der Senioren V S angemeldet hatte, zwei Video-Kameras, um die beliebten beweglichen Bilder von diesen Turnieren zu liefern.
Fotos: Marcel Erné
Wenig später war es für unsere beiden Paare soweit: Das Turnier der elf Seniorenpaare V S konnte beginnen.

Die neun weiteren Paare:
4 Wolfgang und Monika Zimmer, Tanzsportzentrum Blau Gold Berlin
29 Siegfried und Rosemarie Lutz, Tanzen in Braunschweig
30 Johann-Georg und Brigitte Salten, TSC Diamant Blau-Silber Lage
31 Harmut und Jutta Gutschke, 1. TSC Dessau 1961
33 Erich und Ingrid Bockhahn, TSA d. TTC Allround Rostock
35 Klaus und Eva-Maria Borvitz, TSA d. SV Triangel
36 Franz-Josef und Lioba Kirchhoff, TSG Blau-Gold Siegen
37 Siegfried und Vera Uhde, TSC Gifhorn
38 Reinhard Pitschmann-Bussert und Sabine Bussert, TSC Mondial Köln
Angesichts der auf den vorderen Plätzen extrem starken Besetzung lag die Hürde vor dem Erreichen des Finales sehr hoch. Unsere beiden Paare stellten sich motiviert und konzentriert dieser Herausforderung.
Leider verpassten Eleonore und Helmut knapp den Finaleinzug und mussten sich mit dem Anschlussplatz 7 begnügen.
Wie eng es an der Spitze zuging, ist schon daran zu sehen, dass kein Paar volle Kreuzchenzahl verbuchen konnte. Birgit und Marcel erzielten mit 22 Kreuzchen das dritthöchste Ergebnis im Semifinale.
Im Finale der besten sechs Paare ging es dann noch einmal richtig zur Sache.
Schließlich berechnete sich das Ranking aus den offenen Einzelwertungen der fünf Jurymitglieder wie folgt:


Snapshots aus dem Video von Helmut Roland
Birgit und Marcel hatten im Langsamen Walzer aufgrund des Gedränges auf der relativ kleinen Fläche keinen optimalen Start und landeten auf Platz 4, und daran änderte sich in den weiteren Tänzen nicht mehr viel. So mussten sie diesmal Rosemarie und Siegfried Lutz den Vortritt lassen.

Fotos: Dieter Beirith

Im Kampf um den Sieg ging es äußerst eng zu: Nachdem Franz-Josef und Lioba Kirchhoff die ersten beiden Tänze gewonnen hatten, nahmen Johann-Georg und Brigitte Salten richtig Fahrt auf und zogen im letzten Tanz noch an der Konkurrenz vorbei.


Snapshots aus dem Video von Helmut Roland
Bildbearbeitung: Marcel Erné

Foto: Helmut Roland
Sonntag, 31. Mai 2026
An diesem Tag stand die 16. Auflage der Mühlenpokalturniere (so benannt nach den vielen Windmühlen in der Umgebung) auf dem Programm.
Da die ersten Turniere und das der Senioren V S auf den Vormittag angesetzt waren, ging es schon in aller Herrgottsfrühe in Richtung Osten. Unsere Altwarmbüchener nahmen nicht den Weg über die Autobahn, sondern den beschaulicheren über die weiter nördlich gelegene Bundesstraße.
Durch verschlafene Dörfchen und vorbei an zahlreichen Radarfallen ging es gemächlich dem Veranstaltungsort Gamsen entgegen, wo dann weitere Geschwindigkeitsreduktionen …
für Schneckentempo sorgten.
Fotos: Marcel Erné
Aber man war rechtzeitig zur Stelle und wählte wieder den bewährten Parkplatz vom Vortag.
Nach einem kurz simulierten Erste-Hilfe-Kurs in der Garderobe …

Foto: Birgit Suhr-Erné
trafen sich drei gutgelaunte Paare vom TSC in Hannover zum obligatorischen Gruppenfoto.

Foto: Mathias Heuberger
Zur Feier des Sonntags gab es sogar einen feierlichen Einmarsch für die zehn Paare der Senioren V S.

Danach stellten sich die Paare vor
und legten mit Schwung los.
Leider wurde es für Helmut und Eleonore wieder „nur der undankbare Anschlussplatz ans Finale“.


Hans-Jürgen und Sigrid boten eine souveräne Leistung und wurden dafür vom Wertungsgericht mit dem Einzug ins Finale belohnt.
Birgit und Marcel waren das einzige Paar, das sich mit voller Kreuzchenzahl 25 für die Endrunde qualifizierte.
Im Finale waren unsere beiden Paare sehr präsent und zeigten ihr tänzerisches Potenzial.
Bei offener Wertung entbrannte ein spannender Dreikampf um die Plätze 1 bis 3. Die Gifhorner Hans-Heinrich und Elfi Weimer, die für die TSG Creativ Norderstedt starten, gewannen ganz knapp die ersten beiden Tänze, obwohl sie jeweils nur eine 1 erhielten. Birgit und Marcel kamen mit jeweils zwei Einsen auf Platz 2.

Den Wiener Walzer konnten sie dann mit drei Einsen für sich entscheiden. Erhard und Hedwig Ressel vom Grün-Gold TTC Herford starteten in den letzten beiden Tänzen durch und zogen in diesen an der Konkurrenz vorbei. Am Ende ergab sich aus einem turbulent durcheinander wirbelnden Wertungs-Potpourri folgendes Ranking der Finalpaare, in umgekehrter Reihenfolge vorgestellt:
Ingrid und Erich Bockhahn (TSA d. TC Allround Rostock) wurden wie am Tag zuvor Sechste.

Sigrid und Hans-Jürgen Schulze wurden Fünfte, in vielen Einzelwertungen sahen sie sogar die 4.

Wolf und Monika Zimmer vom Tanzsportzentrum Blau Gold Berlin verbesserten sich gegenüber dem Vortag um einen Platz und wurde insgesamt Vierte.

Das Endergebnis auf den ersten drei Plätzen hätte knapper nicht ausfallen können: Nach Platzziffergleichheit entschied erst die Skating-Regel, dass die Gifhorner mit nur drei der 25 Einsen das Turnier gewannen und unser Paar mit neun Einsen auf Platz 2 kam. Erhard und Hedwig holten die meisten Einsen, wurden aber nur Dritte.



Snapshots aus dem Video von Helmut Roland
Bildbearbeitung: Marcel Erné

Foto: Helmut Roland
Selbst an Kenner des Majoritäts- und Skating-Systems stellte die Auswertung dieses Turniers hohe Anforderungen:
Tango: 12133 für Paar 15, 21224 für Paar 18. Wer gewinnt nach Majorität?
Paar 18!
Tänze: 11323 für Paar 18, 22123 für Paar 15. Wer gewinnt nach Skating?
Wieder Paar 18, obwohl die Verteilung der Einsen und Zweien jetzt genau umgekehrt ist. Man sucht vergeblich nach der Logik dieses Systems.
Trotz ein paar kleiner Wermutstropfen ein erfolgreiches Wochenende unserer drei Paare!
Videos von Helmut Roland:






























