08.06.2015 HATATA

TSC in Hannover: Rieseneinsatz bei den Hannoverschen Tanzsporttagen 2015

In der höchsten Klasse gehen alle Einsen an TSC-Paare

 

 

Im dritten Jahr der Wiederauferstehung der Hannoverschen Tanzsporttage (HATATA)  fand der größte Tanzsportevent im Großraum Hannover riesige Resonanz bei Aktiven und Zuschauern. Das Management dieser tollen Veranstaltung lag wieder in den Händen von Michael Hübner, Marcel Ditté (beide TTC Gelb-Weiss Hannover) und Nils Andersen (TSC in Hannover). Dieses „Triumvirat“ hat in bewährter Coolness und Ausdauer auch die dritte Auflage zum beeindruckenden Erfolg werden lassen.

Michael – Stolzer Papa Marcel – Nils

Auch in diesem Jahr hat der TSC gezeigt, was Hilfsbereitschaft bewerkstelligen kann. Wieder war die Mehrzahl der Mitglieder am 5., 6. und 7. Juni im Großeinsatz, manche fast rund um die Uhr. Alleine der Auf- und Abbau des 14 mal 28 Meter großen Parketts, die Verlegung der blauen Läufer drum herum und die Bestückung der großen Halle mit Tischen und Stühlen erforderte nicht nur kräftiges Zupacken, sondern auch wohldurchdachte logistische Strategie.

Nach mehrwöchigem Dauereinsatz zur Vorbereitung und Organisation dieses Mammut-Ereignisses hieß es am Samstag: Bühne frei für die Kommentatoren und Performer der HATATAs 2015!

Nachdem im ersten Jahr die Niedersachsen-Flagge verschwunden war, präsentierte sich das Gastgeberland diesmal zum Ausgleich mit doppelter Flagge. Und der Harzer Grauhof trat als großzügiger Sponsor auf und stellte weit über 1000 Literflaschen Mineralwasser für die Sportler zur Verfügung – dazu prangte ein großes Werbebanner mit einer „Running Weave“  sprudelnden Wassers und dem Schriftzug des Spenders unter den großen HATATA-Bannern.

Um die bombastische Musikanlage kümmerte sich in bewährter Manier Simon Grabow, der dann auch an beiden Tagen im Wechsel mit Helena Reithmeyer für tolle Tanzmusik sorgte. Erfreulicherweise verbreiteten wie im Vorjahr die schmucken Verkaufsstände rund um die Fläche das passende Glamour-Flair.

Alles o.k. Leute!

Vieles hatte man aus den Vorjahren gelernt, und so liefen manche Routinen schon deutlich entspannter ab. Doch wer konnte ahnen, dass in diesem Jahr die Elektronik dauerhaft ihre bösen Spielchen und manche Beteiligten fast zur Verzweiflung treiben würde? Natürlich war der erstmalige Einsatz der „Digis“ für die Wertungsrichter ein gewisses Wagnis, aber früher oder später wird man bei Großereignissen auf den Einsatz dieses modernen Hilfsmittels nicht mehr verzichten können. Leider verursachten dann trotz vorbereitender Probeläufe die gehäuften Ausfälle einzelner Programme, Digis und Drucker an beiden Tagen nervenaufreibende Verzögerungen, die die Turnierleiter und die Moderatoren mit raffinierten Schachtelungen und Terminverschiebungen einigermaßen zu kompensieren suchten – aber am Ende waren es dann doch an beiden Tagen rund zwei Stunden mehr als geplant…

Nils Andersen und Marcel Erné wechselten sich am Samstag in der Moderation der Doppelturniere auf den beiden Flächen in der großen Halle ab, wobei so mancherlei Improvisation gefordert war und auch gelang.

Am Sonntag Nachmittag übernahm Iris Kalkbrenner von Nils den Staffelstab und gestaltete in souverän charmanter Art die Rolle der Moderatorin.

Ein weiteres Problem kam an diesem Tag hinzu: Große Parkplatznöte gab es im Laufe des Nachmittags und Abends für viele Ankömmlinge durch die Open-Air-Supershow „Farbenspiel“ mit Helene Fischer in der benachbarten HDI-Arena – ein Spektakel mit 40 000 Besuchern und den entsprechenden logistischen Konsequenzen. Atemlos war da auch so mancher Tanzsportler schon, bevor es überhaupt auf der Fläche losging…

Dennoch ließen sich die Tanzbegeisterten nicht abhalten: Rund 500 Startmeldungen sprechen für die enorme Anziehungskraft und Beliebtheit der HATATAs. Zwischen 8 und 80 waren alle Altersgruppen vertreten.

Stehen wir drauf?

Besonderen Spaß hatten die Jüngsten:

Cha-cha-cha – Ola colorada
trance dance – lets fets

Hey fans – keep cool!

Neben den insgesamt über 50 traditionellen Standard- und Latein-Turnieren boten Discofox- und Equality-Wettbewerbe Zuschauern und Aktiven eine willkommene Abwechslung. Besonders erfreulich, dass just zu diesem Anlass spontan einige Paarkonstellationen zusammenfanden. Tolle Leistungen und ein begeistertes Publikum waren die Folge …

Fotograf Daniel Grosch (links),
zur Abwechslung mal mit holländischem Partner,
von der eigenen Kamera eingefangen

Unsere Clubmitglieder waren nicht nur in der anstrengenden Vorbereitung und an vielen Helferposten rund um das Parkett mächtig aktiv, sondern auch auf den Brettern, die für Tänzer die Welt bedeuten. Zunächst die Ergebnisse der Turniere im Toto-Lotto-Saal:

Viel Glück im Toto-Lotto-Saal!

Gabi und Andreas Froebus kamen bei den Senioren III D auf Platz 4.
Sabine und Christian Wanner holten sich bei den Senioren II B die Bronzemedaille.

Bei den Senioren IV A stellte der TSC mit Ulla und Eduard Wutzke, Almuth und Karl-Heinz Bähre sowie Ursel Haase und Edwin Reske die Majorität der Paare. Leider wurden es nur die Plätze 3, 4 und 5, wobei Ulla und Edu am Ende eine einzige 2 zur Silbermedaille fehlte.

Siegerehrung Senioren IV A

Das Turnier der Senioren III A war mit 10 Paaren gut besetzt.
Werner und Christine Hanke verpassten leider trotz vorbildlicher Haltung um zwei Kreuzchen das Finale.

Christine und Werner – Klaus und Elisabeth

Klaus Christmann und Elisabeth Stupp hielten wie schon vor einigen Wochen im Toto-Lotto-Saal auch diesmal die gesamte Konkurrenz in Schach. Bei sehr gemischten Wertungen holten sie in allen Tänzen die Majorität von drei Einsen. Der Turniersieg war der wohlverdiente Lohn. Und nun rast der Aufstieg in die S-Klasse mit unerwarteter Beschleunigung heran…

Optimal lief es für unsere Paare der S-Klasse in der großen Halle:

Zum ersten der beiden Turniere der Sonderklasse (Senioren III S) waren leider nur sechs Paare gekommen. Hier gelang Astrid und Rainer Quenzel der erwartet souveräne Coup: Mit allen 25 Einsen ließen sie sich unter dem lautstarken Jubel der TSC-Fans den Sieg bei den Senioren III S nicht im Geringsten streitig machen.

Hoch erhoben: Rainer und Astrid

Flinke Füße

Die Silbermedaille ging klar an die Berliner Meister Fröhlich.

Siegerehrung Senioren III S (von rechts nach links)

 

Das letzte Turnier am Sonntag gehörte den Senioren IV S – und sie wurden für das geduldige Warten belohnt: Auf einer vergrößerten Fläche von 14 mal 18 Metern durften sie das volle Programm ausreizen, da kein Parallelturnier mehr in Konkurrenz stand. Und hier bewies der TSC einmal mehr seine derzeitige Dominanz in dieser Klasse: War es in der Woche zuvor bei der LM noch ein Viertel der Paare, das aus unserem Club kam, so stellte er diesmal genau die Hälfte der 10 beteiligten Paare! Alle fünf haben an diesem Tag eine sehr ansprechende Präsentation geboten, was jedermann anhand der bewegten Bilder von Helmut Roland auf „World Dance Sport Events“ nachvollziehen kann (siehe Link am Ende des Berichts).

Für Heidrun und Peter Breede wurde es in diesem qualitativ stark besetzten Turnier mit Platz 7 der Anschluss ans Finale, Marion und Hans-Dieter Sorge kamen auf Platz 8.

Heidrun und Peter

Marion und Hans-Dieter

Und auch im sechspaarigen Finale, das sich fast als Neuauflage der Endrunde der Landesmeisterschaft vor einer Woche entpuppte, stellte der TSC immer noch die Hälfte der Teilnehmer!

Marion Dedekind und Werner Schlamm-Dedekind schafften diesmal den Sprung ins Finale und kamen bei recht variabel verteilten Wertungen auf Platz 6.

Marion und Werner

Helena und Burghard Reithmeyer platzierten sich mit einer flotten Darbietung auf Rang 5 und kratzten dabei energisch am vierten Platz.

Helena und Burghard

Auf den Medaillenrängen wiederholte sich das Ergebnis der Niedersächsischen Landesmeisterschaft, wenn auch diesmal vor einer gänzlich anderen Jury: Klaus und Hanne Werner mussten im Kampf um Platz 2 den Vizelandesmeistern Rosemarie und Siegfried Lutz den Vortritt lassen.

Marcel mit Birgit …

…in voller Rotation

Birgit Suhr-Erné und Marcel Erné holten sich unter lautstarken Anfeuerungen der Clubkameraden wieder alle Einsen und wurden dafür mit spritzigem Jive-Sekt belohnt.

Siegerehrung Senioren IV S mit den „Vätern“ der HATATAs:
Nils Andersen (links), Marcel Ditté (halblinks) und Michael Hübner (rechts)

Und – wie hätte es anders sein können – zu vorgerückter Stunde geriet die große Halle zur Siegerehrung mit Beschallung durch Helene Fischers Ohrwurm „Atemlos“ bei hohen Temperaturen noch einmal so richtig in Stimmung.

Lustige Episode mit Fächer

Besonders fröhlich gelaunt war Elisabeth Stupp nach gelungenem Einsatz als ausdauernde Helferin und Turniersiegerin:

Atemlos – durch den Tag, durch die Nacht,
und es hat Riesenspaß gemacht!

 

Wie im Vorjahr schrumpfte leider die Helferschar beim Abbau zu später Stunde auf ein kleines Häuflein Unermüdlicher,die bis zum Umfallen rackerten, bis alles wieder abmontiert und verstaut war. Am dritten Tag hintereinander wurde es Mitternacht und für einige sogar noch deutlich später, bevor man sich erschöpft ins Bett fallen lassen konnte…

Aber es hat sich gelohnt: Auch im dritten Jahr haben die HATATAs  trotz (und vielleicht auch wegen) der nicht vorhersehbaren elektronischen Pannen und der unüberhörbaren Konkurrenz durch die Mega-Show von Helene Fischer direkt nebenan einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.

Herzlichen Dank allen, die wieder über Tage hinweg selbstlos mit angepackt haben!

 

Videos vom Semifinale und Finale der Senioren IV S
(Helmut Roland, World Dance Sport Events)

https://vimeo.com/user10643265/review/130141521/550e9835c3

https://vimeo.com/user10643265/review/130141522/46f4826d23

 

Weitere Details und Ergebnisse:

www.hannoversche-tanzsporttage.de