14.04.2018 Pirna DP IV S

Deutschlandpokal der Senioren IV S in Pirna:

Alle drei TSC-Paare im Viertelfinale

Stilvolle Logos der ausrichtenden Clubs

 

In diesem Jahr hatte sich der sächsische Tanzsportclub mit dem schnittigen Namen TSC Silberpfeil Pirna dazu entschlossen, in Kooperation  mit dem TSC Excelsior Dresden den Deutschlandpokal der Senioren IV S sowie die Deutschen Meisterschaft und zwei weitere Deutschlandpokale der 10-Tänze-Kombination für die drei Seniorenklassen in das östlichste Bundesland zu holen.

In lobenswert gründlicher Weise wurden alle Vorbereitungen getroffen, und die lange Liste der rund 50 Sponsoren zeigt, dass Tanzsport in Sachsen hoch angesehen ist.

Liebevoller Blumenschmuck

 

Leider war die erste Runde des Deutschlandpokals der Senioren IV S auf Samstag um 9.30 und das Eintanzen noch eine Stunde früher angesetzt, so dass es zu nachtschlafender Zeit „Raus aus den Betten!“ hieß.

Abfahrt um 7 Uhr morgens im benachbarten Lohmen

So steuerte man bei Anbruch der Morgendämmerung der Turnierstätte entgegen.

Ein spannungsreicher Tag beginnt …

In Pirna wurden die zu erwartenden großen Tanzereignisse den Anreisenden bereits plakativ nahegebracht.

 

Direkt vor dem Ort des Geschehens tummelte sich eine größere Helferschar in gelbgrüner Warnkleidung, um die ankommenden Autofahrer zu Parkzonen in alle Himmelsrichtungen zu dirigieren, wobei sich das logistische System nicht ganz durchschauen ließ.

Vor und in der Halle war alles vorbereitet und startklar.

Zum Blickfang des gefälligen Programmhefts passend gab es Plätzchen mit tanzsportlicher Note,

und auch das kulinarische Angebot sorgte für willkommene Abwechslung.

 

Insbesondere die ungewöhnlichen Eis-Kreationen fanden reißenden Absatz.

Statt Eis am Stiel diesmal Eis mit Stil

 

Im extra abgetrennten Umkleideraum wurden die etwas knappen Plätze redlich geteilt,

und in der großen Halle war dann genügend Platz – leider und nicht unerwartet bestand das Publikum zu dieser frühen Stunde allerdings fast nur aus Tänzern.

 

Für den Deutschlandpokal der Senioren IV S waren zwar ursprünglich 77 Paare gemeldet, vor Ort fanden sich dann aber nur 52 ein – vielleicht hatte die frühe Morgenstunde und die nicht gerade zentrale Lage des Veranstaltungsorts doch manche Tänzer aus entfernten Bundesländern von der langen Anfahrt abgehalten. Hingegen kämpften die Anwesenden tapfer mit der noch nicht aus den Gliedern geschüttelten Müdigkeit.

Pünktlich eröffneten die beiden Turnierleiter aus zwei geographisch diametral gegenüberliegenden Tanzsportclubs Deutschlands, nämlich Daniel Reichling vom TSC Brühl und Ulrich Trodler vom TSC Excelsior Dresden, im Tandem den langen Turniertag. Sogar der lokale Fernsehsender war zugegen.

Und natürlich hatte auch Helmut Roland wieder seine Kamera aufgebaut.

Anne und Helmut freuen sich auf den Neustart

Fotos: Marcel Erné

Dann konnte es mit der Vorrunde losgehen, man tanzte in jeweils sieben Heats zu 7-8 Paaren.

In Erwartung des ersten Tanzes: Birgit und Marcel

Foto: Blitznicht

Den Wertungsrichtern aus 11 verschiedenen Bundesländern (10 Herren und eine Dame …) forderte dieser extrem lange Turniertag viel Geduld und Stehvermögen ab.

Nach der Vorrunde der IV S wurde der erste Standardteil der Kombi-Turniere für die Sen. III S …

und die Sen. II S eingeschachtelt.

Zwischendurch wurden die 36 für die nächste Runde qualifizierten Paare der Sen. IV S bekanntgegeben.

In Erwartung der „Urteilsverkündung“

Fotos: Marcel Erné

Unsere drei TSC-Paare gehörten wie erhofft dazu.

Leider war man mit der Zeit- und Platzvergabe in der zweiten Runde etwas knauserig und schickte je neun Paare gemeinsam auf die Fläche, was zu allerlei Engpässen führte. Aber fast alle Teilnehmer der 36er-Runde hatten auf ihrer jeweiligen Landesmeisterschaft einen Finalplatz erreicht – also ein deutschlandweit erlesenes und routiniertes Feld, in dem sich unsere drei Clubpaare trotz der starken Konkurrenz und dem etwas glatten Parkett unübersehbar positiv präsentieren konnten.

Werner und Marion

Foto: Video Roland

Marcel und Birgit

Helmut und Anne

Fotos: Blitznicht

Während danach wieder die Tänzer der Senioren III und II ihr ästhetisches Können zeigten,

Foto: Marcel Erné

wartete man gespannt auf die Bekanntgabe der fürs Viertelfinale Qualifizierten. Und dann die erfreuliche Feststellung: Sämtliche Namen der gestarteten Paare unseres Clubs waren mit dabei!

Birgit Suhr-Erné und Marcel Erné
Marion Dedekind und Werner Schlamm-Dedekind
Anne und Helmut Roland

Im 25-paarigen Viertelfinale stellte der Niedersächsische Tanzsportverband mit sieben Paaren mehr als ein Viertel aller für diese Runde qualifizierten Paare und damit das zahlenmäßig stärkste Kontingent aller Landesverbände; drei davon kamen aus unserem Club, während alle anderen Vereine mit höchstens einem Paar vertreten waren!

Insbesondere für Helmut Roland war dies ein tolles Ergebnis, denn sein Schulterbruch war noch keineswegs wieder ausgeheilt. Mit Platz 24 dürfen Anne und Helmut angesichts der leidvollen Vorgeschichte hoch zufrieden sein.

Kraft- und Willensakt: Anne und Helmut

Foto: Blitznicht

Marion und Werner schafften es sogar bis auf Platz 19 – in Anbetracht der vielen neu hinzu gekommenen jüngeren Spitzenpaare eine ausgezeichnete Leistung.

Klares Viertelfinale: Marion und Werner

Foto: Video Roland

Leider brach bei Marcel wieder eine Muskelverletzung auf – mit unvermeidlicher Auswirkung auf die anschließenden Kreuzchenzahlen.

Semifinale nur knapp verpasst: Birgit und Marcel

Am Ende wurde es der Anschlussplatz an das 12-paarige Semifinale – nach in früheren Jahren zweimal um ein Kreuzchen verfehlten Finalteilnahmen bei einem Deutschlandpokal ein wieder nicht ganz glücklicher Ausgang. Trotzdem waren die Beiden mit dem Ergebnis vollauf zufrieden – und der Blick geht nach vorn.

Fotos: Blitznicht

Im Semifinale und Finale war der „Sturm der jüngeren Generation“ unverkennbar, und man sah etliche neue Gesichter. Während den Vorjahresdritten und Siegern der L 66, den Stuttgartern Klaus und Irene Kast, der Einzug in die Endrunde verwehrt blieb, erzielten die Vorjahreszweiten, Hans-Georg und Barbara Strunk aus Recklinghausen, mit Platz 4 noch einmal ein sehr gutes Ergebnis.

In einer nach Platzziffer zwar klaren, aber in den Einzelwertungen ziemlich knappen Entscheidung verteidigten Monika und Heinrich Schmitz vom TSC Grün-Gold Erftstadt überzeugend ihren Titel des Deutschlandpokalsiegers.

Titel verteidigt: Monika und Heinrich

Foto: René Bolcz

Verdiente Zweite wurden mit ihrem dynamischen Tanzstil die „Runners-up“, Cornelia und Uwe Maskow vom TSZ Delmenhorst. Platz 3 ging ebenfalls an Newcomer, Annette und Thomas Kreuels vom TSC Mönchengladbach, die mit ihrem souverän-ruhigen Stil ein Kontrastprogramm zu den quirligen Delmenhorstern lieferten. Schön, dass gerade bei den Senioren immer wieder große Individualität und persönliche Charakteristik zu beobachten ist! Alle Finalisten zeigten Tanzsport auf höchstem Niveau in einer Altersklasse, die so manche Zuschauer zum Staunen brachte.

Unsere drei Paare haben auf der “inoffiziellen Deutschen Meisterschaft“ 2018 beachtliche Scores erzielt und dürfen auf ihre Leistungen in diesem hochrangigen Turnier der deutschen Tanzsportszene stolz sein.

Bogenschießsportanlage bei Pirna

Foto: Marcel Erné

Link und Ergebnisse:

http://dmpirna2018.de/index.php/turniere/ergebnisse/

 

Video von Helmut Roland

18-04 DTV Deutschlandpokal SEN IV S – Pirna