26.11.2017 Neuruppin

Fontanepokal in Neuruppin

Doppelsieg für Birgit und Marcel

 

Im Jahre 2011 wurde er ins Leben gerufen: der nach dem berühmten Dichter der Mark Brandenburg, Theodor Fontane, benannte Fontanepokal der Stadt Neuruppin.

Dichterlesung in moderner Interpretation

und der erste Pokal, gewonnen von
Birgit und Marcel Erné im Jahr 2011

 

Nach einer durch einige Turbulenzen bedingten Unterbrechung war es in diesem Jahr wieder so weit: Der TC Schwarz-Rot Neuruppin veranstaltete zum fünften Mal das traditionelle tanzsportliche Großereignis, und fast 400 Startmeldungen gingen ein.

Einladungsflyer des Veranstalters

Inzwischen hatten sich nicht nur die Skulpturen des Dichters,

Treppensteigende Fontane-Plastiken im Resort Brandenburg

sondern auch die nach ihm benannte Trophäe vervielfältigt.

Elegant flankierte Tänzer-Armee

 

Nach einem verregneten Stadtspaziergang …

Real gelebter Sozialismus im Regen

trafen sich zwei unserer Clubpaare, die beschlossen hatten, das Neuruppiner Abenteuer gemeinsam zu bestehen, zu einem exzellenten kulinarischen Abend im Resort Brandenburg.

Marcel, Elisabeth, Klaus, Birgit

 

Am Samstagmorgen (immer noch bei strömendem Regen) wurde schon mal die neue Veranstaltungsstätte in Augenschein genommen. Leider hatte das veränderte Ambiente nichts vom altehrwürdigen Charme des Stadtgartens, wo früher die Turniere stattgefunden hatten, sondern erinnerte eher an Plattenbau-Tristesse.

Bunter Kontrast zu grauen Fassaden

Doch der neue Austragungsort hatte auch sein Gutes: In einer großen Sporthalle mit einem ausgezeichneten, nur stellenweise etwas rutschigen Parkett konnte man großräumige Tanzprogramme entwickeln, ohne mit allzu vielen Kollisionen rechnen zu müssen (und trotzdem waren dann gelegentlich wieder fast alle Paare in einer Ecke vereint …)

 

Junge Zuschauer beim Fontanepokal

Tanzsportlich animierende Wandgestaltung …

… und Vorschläge zum Warmmachen

Unsere beiden Paare gaben sich noch einmal gegenseitig aufmunternde Worte auf den Weg.

Ruhe vor dem Sturm

Und dann wurde es spannend. Ursprünglich sollten die beiden Turniere der Senioren III S und IV S geschachtelt werden, aber in letzter Minute entschied sich der Veranstalter wegen eines einzelnen Doppelstarts, doch zuerst das komplette Turnier der SEN III S durchzuziehen. Also hieß es gegen 20 Uhr: Parkett frei für die Drei!

Bitte auf die Fläche: Startnummer 12
Klaus und Elisabeth Christmann vom TSC in Hannover

Applaus für die starke Konkurrenz

 

Die Besetzung dieses Turniers war auf gleichmäßig hohem Niveau sehr ausgewogen, unter den 10 konkurrierenden Paaren konnte man kaum eine echte Schwachstelle finden – also eine Herausforderung für alle Beteiligten. Elisabeth und Klaus zeigten in allen Tänzen, was sie inzwischen drauf haben.

Leider reichte es in diesem starken Feld am Ende nur für Platz 8, aber was Ausdruck und Dynamik angeht, war dieses erste Turnier im Zeichen des TSC in Hannover ein sehr erfolgreicher Einstand.

Klar gewonnen wurde das Turnier von Dirk Keller und Heidi Schulz-Brüsewitz (TSA des Hamburger Sport-Vereins).

 

Bei den Senioren IV S waren es nur neun Paare, aber diese kamen immerhin aus fünf verschiedenen Bundesländern, darunter die Niedersachsenmeister Birgit und Marcel Erné.

Volle Konzentration

… hohe Motivation

… und dominante Präsentation

Als einziges Paar erreichten die Beiden mit allen 35 Kreuzchen das Finale, das wieder verdeckt gewertet wurde. Dort erhielten sie von sechs der sieben Jurymitglieder in allen Tänzen die Bestwertung. Offenbar eine unangefochten überzeugende Leistung!

Strahlende Sieger der SEN IV S

Küsschen vor der Übergabe des Pokals …

… der eigentlich ein goldenes Tanzpaar darstellt

Die Siegerehrung wurde gemeinsam mit den Senioren II S vorgenommen – und so ergab sich ein stattliches Bild von 12 Paaren im Halbrund:

Siegerehrung Senioren II S und IV S

Auf den weiteren Plätzen gingen die Wertungen munter durcheinander. Die Pokale für Platz 2 und 3 wanderten nach Bayern: Lupo-Detlef und Rebecca Wolff vom TTC München wurden Zweite, Franz Schweiger und Kordula Pfau von der TSA des TSV Eintracht Karlsfeld Dritte.

 

Zu später Stunde traf sich dann noch ein unverwüstliches Grüppchen in der Weinstube am Neuen Markt – ein Geheimtipp für Insider und entsprechend zum Bersten überfüllt. Aber der Stimmung tat das keinen Abbruch.

Platz ist in der kleinsten Hütte

Stimmungsmacher Klaus und Klaus

Na, denn prost!

 

Am Sonntag hatte Petrus endlich ein Einsehen und ließ sogar ein paar blaue Fetzen am Himmel erscheinen.

Sonnenaufgang am Ruppiner See

 

Wer rastet, der rostet:
Eiserner Frühsport nach FKK-Manier

 

Wie schon am Vortag bemühte sich Turnierleiter Jörg-Peter Sommer, Präsident des Thüringischen Tanzsportverbandes, erfolgreich um eine zügige Abwicklung und eine dennoch kurzweilige Programmgestaltung.

In guten Händen: Turnierleitung des Fontanepokals

 

Leider gab es an diesem Tage kein Turnier für die Senioren III S, aber Elisabeth und Klaus begleiteten ihre Freunde zu deren zweitem Turnier, das erfreulicherweise schon auf 13.35 Uhr angesetzt war und auch pünktlich gestartet wurde.

MIt Köpfchen wird’s teurer!

Nach letzten Dehnübungen konnte es also mit der Neuauflage des Turniers der Senioren IV S losgehen – diesmal mit 12 Paaren, da einige Berliner die kurze Anfahrt zu einem tanzsportlichen Sonntagsausflug nutzten.

Nicht ganz ausgeschlafen, aber bestens aufgelegt:

Birgit und Marcel

Bei der wieder siebenköpfigen Jury verriet die Mimik alle Schattierungen von aufmerksamer Spannung über wohlwollendes Schmunzeln bis zu freundlicher Skepsis.

Doch Birgit und Marcel konnten das Wertungsrichterteam an diesem Tag vollends überzeugen:

Am Schluss fehlte nur eine einzige von 35 Einsen!

Und das ebenso zahlreiche wie begeisterte Publikum sparte nicht mit Applaus. Die ersten vier Plätze wurden in der gleichen Reihenfolge wie am Samstag vergeben, doch dahinter gab es durch die Gäste aus Berlin ein abgewandeltes Siegerfoto.

Hallo, vorn spielt die Musik!

Der doppelte Fontanepokal: Ein Tänzer-Tandem

 

Unsere vier Hannoveraner wurden von Parzival mit einem über den Ruppiner See gleitenden Blick verabschiedet …

Moderne Kunst vor alter Kirche

 

und erhielten zu guter Letzt in der Dämmerung noch das richtige Motto mit auf den Weg:

Fotos: Christmann / Erné

Gut gelaunt und wohlbehalten landeten sie wenige Stunden später teils mit dem Auto, teils mit der Bahn in der Heimat.

 

Link und Ergebnisse:

http://www.tc-schwarz-rot-neuruppin.de