30.04.2016 Kamen/Hamburg/Elmshorn

Goldene 55 in Kamen und

Leistungsstarke 66 in Hamburg:

Dreimal Finale und fast ein Sieg

 

Zusammen mit der Deutschen Meisterschaft der Hauptgruppe S Kombination (10 Tänze) und dem Deutschlandpokal der Senioren II S Latein fand das zweite Qualifikationsturnier zur Goldenen 55  im Nordrhein-westfälischen Kamen statt. Ausrichter war der

Die Stadthalle war frühlingshaft geschmückt und technisch vorbildlich ausgerüstet.

Logos: TSC Dortmund

Die stolze Zahl von 63 Paaren war bei der Goldenen 55 am Start – darunter die deutsche Spitze in dieser besonderen Leistungsklasse, die wegen der etwas abweichenden Altersregelung für die Senioren II S „entsprechenden Alters“ ausgeschrieben ist, obwohl die Mehrzahl der Teilnehmer bereits der III S angehört, denn ein Partner muss das 55te Lebensjahr erreicht haben (der andere das 45te).

Unser Spitzenpaar in dieser Klasse, Rainer und Astrid Quenzel, schlug sich bravourös über vier vorbereitende Runden hinweg, wobei ihnen mit wenigen Ausnahmen alle Wertungsrichter volle Kreuzchenzahl zusprachen. Im top-besetzten Finale landeten sie schließlich auf Platz 6, wobei zu Platz 5 nur wenig fehlte. Gratulation zu dieser hervorragenden Leistung!

Mit Schwung ins Finale: Rainer und Astrid

Foto: Bolcz

Nicht unerwartet gewannen die Grevener Bernd Farwick und Petra Voosholz auch dieses zweite Qualifikationsturnier mit fast allen Einsen, vor den Hamburgern Jens und Maike Wolff. Mit Hans und Petra Sieling aus Fulda auf Platz 3, Uwe und Dr. Cornelia Bodinet vom TSZ Braunschweig auf Platz 4, sowie Tamas und Bärbl Schubert aus Nürnberg auf Platz 5 bestritten drei weitere Neuzugänge aus der jüngeren Altersklasse das Finale. Damit waren unsere Beiden die einzigen Vertreter der „älteren Garde“, die den Einzug ins Finale geschafft hatten!

Bericht:

http://www.ntv-tanzsport.de

Ergebnisse:

http://www.tanzsportclub-dortmund.de/ergebnisse/2016/ktf-2016/index.htm

 

Zur gleichen Zeit, aber im Norden Deutschlands, war auch das zweite Qualifikationsturnier zur Serie „Leistungsstarke“ 66 angesagt. Wie der Name schon erkennen lässt, muss hier ein Partner das 66te Lebensjahr erreicht haben, der andere aber nur das 56te – und deshalb ist diese Serie für Paare der Senioren III S „entsprechenden Alters“ ausgeschrieben. Wie schon oft kümmerte sich der Tanzsportclub Casino Oberalster in Hamburg-Duvenstedt fürsorglich um die Ausrichtung.

Drei Paare unseres Clubs brachen zu diesem zweiten Qualifikationsturnier in die Hansestadt auf. Während Birgit und Marcel Erné verletzungsbedingt auf die Teilnahme am ersten Qualifikationsturnier hatten verzichten müssen, hatten Anne und Helmut Roland sowie Marion und Dieter Sorge dort schon kräftig erste Punkte für die Endveranstaltung im Herbst gesammelt.

Die Anfahrt in Richtung Norden wurde wie so oft aufgrund der zahllosen Baustellen und Staus zu einer aufreibenden Geduldsprobe. Da die Strecke durch den Elbtunnel total verstopft war, entschloss man sich für die Route durch Hamburgs Innenstadt – aber auch die dauerte alleine fast eine Stunde. Schließlich erreichten unsere drei Paare, schon vor Turnierbeginn etwas erschöpft und genervt, das Casino Oberalster im begrünten Norden Hamburgs.

Foto: TSC Casino Oberalster

Birgit und Marcel hatten gute Erinnerungen an diese Turnierstätte – vor eineinhalb Jahren hatte ihre furiose Serie von sechs gewonnenen Turnieren der L 66 in Folge just an diesem Ort begonnen; entsprechend herzlich war auch jetzt die Begrüßung vor Ort.

Marcel & Birgit     –      Helmut & Anne         –        Marion & Dieter

Als außerordentlich eloquenter und unterhaltsamer Turnierleiter erwies sich wieder einmal Frank Scheida, während diesmal die Gestaltung des musikalischen Programms in den Händen des bewährten Musicmasters Holger Schumann lag und dort gut aufgehoben war.

Bald wieder selbst tanzsportlich aktiv:
Cordula mit Frank im schicken Outfit

Die Zahl der Teilnehmer war zwar nur gut halb so groß wie beim Turnier der G55, aber die breite Front der 32 Paare machte dennoch einen imposanten Eindruck.

Dieter und Marion verpassten leider aufgrund eines Blackouts im Wiener Walzer trotz guter Präsentation der übrigen Tänze mit Platz 19 das Semifinale.

Großer Jubel hingegen bei Anne und Helmut, als ihr Name schließlich sogar bei der Verkündung der Endrundenpaare aufgerufen wurde.

 

Toller Erfolg: Finale für Anne und Helmut

Sechs der sieben Finalpaare – und das siebte?

Auch Birgit und Marcel standen erwartungsgemäß im Finale – sie waren das einzige Paar, das in allen drei vorangegangenen Runden die volle Kreuzchenzahl erzielt hatte.

Drei Paare hatten nach dem Semifinale mit 12 Kreuzchen punktgleich auf den Plätzen 5-7 gelegen, so dass man das Finale mit sieben Paaren tanzen musste – und das sollte sich fatal auf die Raumaufteilung auswirken: Mit 10 mal 15 Metern war die Fläche für 7 Paare definitiv zu klein – 25 Quadratmeter pro Paar sind eigentlich gefordert.

Das Finale war mehrheitlich von niedersächsischen Paaren besetzt. Helmut und Anne Roland kamen auf Platz 7, Klaus und Hanne Werner auf Platz 6, Siegfried und Rosemarie Lutz auf Platz 5. An Thomas Fischer und Doris Willenbruch, das einzige Finalpaar aus Süddeutschland, ging Platz 4.

Applaus der verbliebenen drei Paare


Und dann hieß es wieder „zittern wie bei Let’s Dance“, nur mit umgekehrten Vorzeichen: Die zuletzt genannten sollten die Ersten werden. Zunächst wurden Ute und Armin Walendzik aufgerufen – die Routiniers hatten sich Platz 3 ertanzt.

Vor der Bekanntgabe des Tagessiegers löste Frank Scheida die Anspannung mit den freundlichen Worten: „Was jetzt noch kommt, ist eigentlich egal – Sie dürfen sich beide als Sieger fühlen“. Dann wurden Birgit und Marcel auf die Fläche gebeten –

– und damit war klar, dass Heinrich und Monika Schmitz aus Erftstadt das zweite Qualifikationsturnier gewonnen hatten.

Hinter diesem exzellenten Paar zu liegen ist sicher keine Schande – es war das mit Abstand beste deutsche Paar auf der Weltmeisterschaft, an der Birgit und Marcel ja wegen des Handgelenkbruchs im letzten Moment leider nicht teilnehmen konnten.

Später zeigte die Wertungstabelle, dass es beim Kampf um den Siegerpokal des 2. Qualifikationsturniers der L 66  tatsächlich sehr knapp zugegangen war: Mit 2 zu 3 gewonnenen Tänzen hatten Birgit und Marcel wieder einmal eine Riesenchance hauchdünn verpasst: Eine einzige getauschte Wertung im Wiener Walzer hätte bereits den Sieg gebracht. Darauf dürfen die Beiden wirklich stolz sein, denn auch wenn die lange Siegesserie bei der L 66 nun gerissen ist, haben sie wieder bewiesen, dass sie zu den besten Paaren Deutschlands in ihrer Altersklasse gehören.

Siegerehrung „Leistungsstarke 66“, 2. Qualifikationsturnier

Fotos: Bayer

 

Bericht und Ergebnisse:

http://www.tanzsport.de/de/news

http://tsc-casino-oberalster.de/home
Turniersport/Turnierergebnisse

http://www.ntv-tanzsport.de

 

Nachschlag in Klein-Nordende:
Nochmal Platz 2 im Norden für den TSC

Einen Tag später tanzten 15 Paare in Klein Nordende, ganz in der Nähe des Schauplatzes der vorjährigen Endveranstaltung der Leistungsstarken 66, um den  Horst-Falck-Pokal – diesmal allerdings im Clubheim des TTC Elmshorn. Und naturgemäß nutzten etliche Teilnehmer des Qualifikationsturniers zur L 66 vom Samstag diese Chance, das Wochenende mit einem weiteren Wettkampf tanzsportlich abzurunden.

Für Günter und Helma Grelck aus Pinneberg gab es nach der kleinen Enttäuschung am Vortag über Platz 9 einen versöhnlichen Abschluss des Tanzwochenendes: Sie gewannen das Turnier in der Heimat mit 24 Einsen.
Und auch die Plätze 3 bis 6 bedeuteten für die Finalpaare sicher ein erfreuliches Ergebnis, denn sie verbesserten alle ihre Platzierung vom Vortag auf rund ein Viertel der Platznummer! Keine Chance hatten sie allerdings gegen die einzigen Vertreter unseres Clubs am Sonntag, Marion Dedekind und Werner Schlamm-Dedekind. Sie holten sich mit 18 Zweien den 2. Platz in allen fünf Tänzen und damit natürlich auch im Gesamtergebnis. Eine überzeugende Vorstellung!

 

Siegerehrung Senioren IV S in Klein Nordende

Ergebnisse:

http://www.ttc-elmshorn.de

 

Der TSC in Hannover hat bei Turnieren am Wochenende wieder einmal bewiesen, dass an seinen Paaren nur schwer vorbeizukommen ist.

Gratulation allen so erfolgreichen Teilnehmern!