16.05.2026 Amsterdam WDSF
Wonderful Amsterdam
Zweimal Semifinale für TSC-Paare bei WDSF Weltranglistenturnieren
Am 16. Mai bot sich in den Niederlanden bei den Amsterdam Open für Seniorenpaare aller fünf Altersklassen die Gelegenheit, das Weltranglistenpunktekonto kräftig aufzubessern. Denn 11 internationale Wertungsrichter beobachteten und beurteilten die großen Startfelder.
Somit hieß es auch für vier fleißige Tanzsport-Globetrotter aus unserem Club: Auf ins westliche Nachbarland! Allerdings sorgten im Vorfeld andauernde Horrormeldungen von ausufernden Großsperrungen und dem damit verbundenen größten Verkehrschaos aller Zeiten rund um Amsterdam für einige Besorgnis, wie viel Zeit man in endlosen Staus verbringen würde.

Überraschenderweise entpuppte sich die Anreise mit dem PKW jedoch als nahezu problemlos. Bei herrlichem Wetter ging es durch die westfälische Landschaft schnurgerade in Richtung Westen.
Manche Camper nahmen ihr Zweitgefährt huckepack mit …
und die Ambulanz war auch schon unterwegs.
Nach dem Passieren der holländischen Grenze traf allerdings pünktlich der für diese Gegend typische Platzregen ein.
Und viele Rindviecher trugen Schwarz, getreu dem Roman „Kühe in Halbtrauer“.
Nach deutlich weniger als vier Stunden erreichte man die Weltstadt Amsterdam.
Und – oh Wunder – kein einziger Stau weit und breit auf der Ringstraße! Stattdessen imposant futuristische Architektur allerorten in Amsterdam Zuid.
Wohlbehalten und ohne Stress erreichten Birgit und Marcel ihr hoch in den Himmel aufragendes Ziel für eine Nacht – das gewaltige Hotel Innside.

Den atemberaubenden Rundblick aus den Fenstern des Restaurants
im 19. Stock wollten sich Birgit und Marcel natürlich nicht entgehen lassen,
zumal dieser Blick mit gastronomischen Spitzenangeboten verbunden war.
Das Cellisten-Ensemble hatte allerdings seine Instrumente zersägt,
so dass man mit elektronischer Musikbegleitung aus etwas übersteuerten Lautsprechern vorliebnehmen musste. Aber nach einem köstlichen Mahl der Extraklasse
hatte man Kräfte für den folgenden Turniertag gesammelt.

Den Zaungästen vor dem Eingang zum Hotel blieb hingegen nur ein vertrocknetes Toastbrot.

Ein Verdauungsspaziergang zwischen den hypermodernen Kulissen von Amsterdam Zuid schloss den beeindruckenden Vorabend des Turniertages ab.
Kaum weniger eindrucksvoll waren am nächsten Tag die
wo die WDSF-Turniere abliefen.
Drinnen waren schon die Rising Stars der Hauptgruppe Standard in voller Aktion – eine Augenweide für alle Zuschauenden.
Motiviert durch die tollen Leistungen der jungen Tänzer und Tänzerinnen hatten sich inzwischen auch die Damen unserer beiden Paare akklimatisiert …
und in Robe geworfen.
Zu den WDSF Open Senior V hatten sich 16 Paare gemeldet – die Weltranglistenersten Boccu/Gualina aus Italien allerdings erst zwei Tage nach dem offiziellen Meldeschluss („Registration closed“!). Gut dreimal so viele Paare traten bei den Senioren III an, darunter Mario Müller-Frahm und Michaela Frahm, die somit ein langes Programm von mindestens vier Runden vor sich hatten. Denn wegen der Teilnehmerzahl 49 musste eine zusätzliche Runde getanzt werden, und danach wurde auf 36 Paare reduziert.
Die beiden Routiniers zeigten mit viel Charme und überzeugender Dynamik von Anfang an, dass sie wieder einmal in den vordersten Reihen mitmischen würden.
Fotos: Marcel Erné
Die Vor- und Zwischenrunden wurden mit denen der Senioren V geschachtelt. Hier hatten nun Marcel Erné und Birgit Suhr-Erné ihren Auftritt.
Und obwohl sie die ersten Tänze mit fast sämtlichen späteren Finalpaaren bestreiten mussten, erhielten sie für ihre anspruchsvolle und ausstrahlungsstarke Darbietung fast alle Kreuzchen zum Semifinale.
Fotos: Mario Müller-Frahm
Zunächst waren aber erst einmal wieder die Clubkollegen der jüngeren Altersklasse an der Reihe und legten in der dritten Runde noch einen Zahn zu.
Der Lohn war auch hier die Qualifikation für das Semifinale, in dem noch drei Paare aus Niedersachsen vertreten waren – eine dominante Präsentation des NTV! Siehe den Bericht auf der NTV-Seite.
In der Endabrechnung wurde es Platz 11 für Mario und Michi. Damit lagen die beiden klar im vordersten Viertel eines großen und starken internationalen Feldes und waren das sechstbeste unter den beteiligten deutschen Paaren. Eine tolle Leistung!
Fotos: Marcel Erné
Anschließend durften nun Birgit und Marcel ihr Semifinale bestreiten. Wie meist bei WDSF-Turnieren wurden auch hier alle zwölf Paare in jedem Tanz gemeinsam auf die Fläche gejagt. Eine hohe konditionelle Herausforderung, denn zwischen den einzelnen eineinhalbminütigen Tänzen lagen nur maximal 15 Sekunden Verschnaufpause. Birgit und Marcel bewältigten diese Aufgabe in den ersten drei Tänzen mit Bravour und waren sogar auf Finalkurs,
Fotos: Rob Ronda
bis sich die verletzungsbedingten Trainingsdefizite der Vormonate wohl doch etwas bemerkbar machten. Am Ende fehlte ihnen nur wenig zum Einzug ins Finale, und sie mussten sich mit dem Anschlussplatz 7 begnügen. Dennoch ein tolles Ergebnis, denn nur zwei Weltranglistenpunkte fehlen ihnen nun zur besten Platzierung unter allen deutschen Paaren ihrer Klasse auf der Weltrangliste.

Fotos: Mario Müller-Frahm
Und hier die Finalisten beider Turniere und ihre Platzierungen:
WDSF Open Senior III Standard
- Ingo Bauer und Sandra Fürsattel, Deutschland
- Roland und Eleonora Holub, Österreich
- René Ewals und Ymke Lemmens, Niederlande
- Ronny Romeijn und Anne Romeijn-Briene, Niederlande
- Kim und Silke Bartels, Deutschland
- Stephan Beth und Isabelle Reyal, Frankreich
WDSF Open Senior V Standard
- Giovanni Boccu und Federica Gualina, Italien
- Franz-Josef und Lioba Kirchhoff, Deutschland
- Johann-Georg und Brigitte Salten, Deutschland
- Cor und Hannie Zeeman, Niederlande
- Bram und Ans Stelling, Niederlande
- Ton und Lia Klaassen, Niederlande
Die Heimfahrt nahmen unsere beiden Paare noch am selben Abend in Angriff.


Fotos: Marcel Erné

„Na, dann mach’s gut!“
Foto: Birgit Suhr-Erné
Die Rückfahrt gestaltete sich entspannt und problemlos und endete gegen Mitternacht in Hannover.












































