23.08.2026 Bad Bevensen
10. Heidepokal in Bad Bevensen
Freud und Leid für TSC-Paare: Viermal Finale, ein Pokal
Ein kleines Jubiläum feierte das allseits beliebte Sommerturnierwochenende nach dem Seminar von Gerwin und Betty Biedermann in der bereits blühenden Heide: Zum zehnten Mal trafen sich Tanzbegeisterte aus allen Ecken Deutschlands, um in der tollen Atmosphäre des Kursaals von Bad Bevensen spannende Wettkämpfe auszutragen oder als aufmerksame und applaudierfreudige Zuschauer zu verfolgen.



Wie immer boten Aussteller den Besuchern im Foyer ein breites Spektrum an eleganter Turniergarderobe …
und modischen Accessoires.
Fotos: Marcel Erné
Aus unserem Club waren an beiden Tagen zwei Paare bei den Senioren V S mit von der Partie.

Foto: privat
Das Turnier am Samstag war ursprünglich auf 17 Uhr angesetzt, wurde dann aber um fünf (!) Stunden verschoben. Das hatte zur Folge, dass rund die Hälfte aller gemeldeten Paare kurzfristig absagte (wem will man es verdenken?) und nur noch eine Rumpftruppe von fünf Paaren übrigblieb. Aufgrund der immensen Verschiebungen hatten unsere beiden beteiligten Paare noch beliebig viel Wartezeit, die sie erst einmal als Zuschauer bei Turnieren anderer Klassen überbrückten.

In dem mit 22 Paaren sehr gut besetzten Turnier der Senioren III A war auch eines unserer regelmäßig am Mittwochstraining in der Lili teilnehmenden Gastpaar am Start: Olaf und Steffi Reichenbächer von der TSA des TuS Wunstorf.
Obwohl die beiden noch nicht lange in dieser Klasse tanzen, schlugen sie sich ausgezeichnet gegen die starke Konkurrenz …
und erreichten mit einer sehenswerten tänzerischen Leistung
am Ende Platz 8.
Die beiden Sonderklassenturniere der Senioren III und Senioren V wurden geschachtelt. Kurz nach 22 Uhr durften die Paare der Senioren V dann endlich auf die Fläche.

Fotos: Marcel Erné
Mit dabei drei Paare aus dem Finale und Semifinale der letzten Deutschen Meisterschaft, darunter zwei amtierende Landesmeister – also Klasse statt Masse.
Die Turnierleitung entschied sich für einen kurzen General Look von 45 Sekunden pro Tanz, in dem die Paare zu solch nachtschlafender Zeit nicht sogleich richtig in Schwung kamen …
Fotos: Angelika Skambraks
Keine sehr günstige Ausgangslage für das Finale. Hier waren unsere beiden Paare dann aber schon etwas „warmgetanzt“ und zeigten eine deutliche Steigerung.
Marion und Werner belegten am Ende Platz 5,
erhielten aber auch viele bessere Einzelwertungen.
Birgit und Marcel sammelten insgesamt 12 Zweien und eine Eins,
was nach Auswertung mittels Majoritätssystem aber nur für Platz 3 im Gesamtergebnis reichte. Freundlicherweise stiftete der Veranstalter auch dafür einen Pokal.
Immerhin mussten Marcel und Birgit nur zwei Finalisten der Deutschen Meisterschaft den Vortritt lassen: Axel und Sabine Hagemeister (TSA d. TSV Reinbek) gewannen vor Gunnar Wagner und Helga Biernoth (Tsc Casino Oberalster, Hamburg).

Fotos: Klaus Butenschön / Steffi Reichenbächer
Bei den Senioren III S gab es ein spannendes Duell an der Spitze. Es gewannen die amtierenden Landesmeister von Schleswig-Holstein, Andreas und Annette Reumann (TTC Elmshorn), vor den Deutschen Meistern von 2022 und 2023 bei den Senioren II, Marco Wittkowski und Martina Bruhns (TSA d. 1. SC Norderstedt), die nach einer mehrjährigen Pause erstmals wieder gemeinsam antraten.

Ein langer und abwechslungsreicher Turniertag, der Anlass zum Jubel, aber auch zu Enttäuschung bei Paaren oder Verwunderung beim Publikum bereithielt, ging kurz vor Mitternacht zu Ende.

Fotos: Marcel Erné
Am Sonntag durfte man nach einer ausruhsamen Nacht erst einmal gemütlich frühstücken und dann einen erholsamen Spaziergang durch den Kurpark genießen, auch wenn zwischendurch gelegentlich ein paar Regentropfen fielen.







Vorbei an der modernen Jodbad-Therme ging es durch blütenreiche Alleen …
in die pittoreske Fußgängerzone mit schmucken Fachwerkhäusern.
Nach bunten Animationen zu einem Urlaub an der See …
war schließlich eine Partie Bodenschach im Wandelgang des Kurgeländes angesagt.

Fotos: Marcel Erné / Birgit Suhr-Erné
An diesem Sonntag war das Startfeld bei den Senioren V S mit acht Paaren deutlich größer als am Vortag, so dass eine vollständige Vorrunde getanzt werden konnte. Immerhin durften die Paare schon am frühen Abend kurz nach 18 Uhr auf die Fläche gehen, eine der Tanzfreudigkeit sehr zuträgliche Veränderung. Diesmal vertraten Birgit und Marcel zusammen Sigrid und Hans-Jürgen Schulze den Tanz Sport Club in Hannover.
Beide Paare erreichten mühelos das Finale.
Da verdeckt gewertet wurde, blieb das Zifferndurcheinander, das sich hier auf dem Computer entwickelte, den Aktiven und dem Publikum zunächst verborgen. Durch die Reduktion der Länge jedes Tanzes auf eine Minute haben noch so aufmerksame Wertungsrichter und Wertungsrichterinnen nur wenige Sekunden für die Beobachtung und Beurteilung eines einzelnen Paares, von einem gründlichen Vergleich zwischen den Paaren gar nicht zu reden. Ob damit den Beteiligten ein Gefallen getan wird, sei dahingestellt. Jedenfalls sind dem Zufallsgenerator bei diesen Bedingungen Tür und Tor geöffnet.
Sigrid und Hans-Jürgen landeten auf Platz 6, konnten aber auch etliche bessere Einzelwertungen für sich verbuchen.
Birgit und Marcel wurden von zwei Mitgliedern der Jury in der Mehrheit der Tänze auf 1 gesehen, von zwei anderen auf 4.
Wie das Majoritätssystem daraus in der Endabrechnung Platz 5 macht (1+4 = 5 ??), wird sich nur den wenigen erschließen, die mit den skurrilen Feinheiten dieses hyperkomplizierten und in manchen Details widersinnigen Systems bestens vertraut sind. Fakt ist, dass in diesem Turnier die Leistungen so eng beieinanderlagen, dass die besten fünf Paare allesamt buntgemischte Wertungen von 1 bis 5 oder 6 erhielten und nur in den seltensten Fällen ein Paar mehr als eine Eins in einem Tanz erzielen konnte. Im Quickstep hätte eine einzelne 3 statt einer 4 für Birgit und Marcel schon den Sprung von 5 auf 2 in diesem Tanz gebracht, und ähnlich verlief es bei anderen Tänzen.


Fotos: Klaus Butenschön / Angelika Skambraks
Alle Ergebnisse des 10. Heidepokals


























