30.07.2023 Enzklösterle LS 66

Romantische Tour nach Enzklösterle

Christmanns im Finale der Masters IV und im Semifinale der LS 66

Kaum waren die vier schönen und erlebnisreichen Tage des Vienna Dance Concourse zu Ende, ging es für Klaus und Elisabeth Christmann schon mit dem Zug nach Schweinfurt, wo der eigene rote VW-Käfer auf sie wartete. Von dort aus führte die Route entlang der Romantischen Straße in Richtung Enzklösterle, wo alle Jahre eine Woche nach den Wiener Tanztagen weitere Turniere auf dem Programm stehen. Erstes Ziel war das pittoreske

Hier und in der Umgebung gönnten sich die Beiden einen dreitägigen Kurzurlaub.

Die Rosa Lisa und der Blaue Klaus

Das reservierte Zimmer unterm Dach des sehr gemütlichen Hotels Romantica

war alles andere als eine „kleine Hütte“ und bot nicht nur genügend Raum für ein kleines Tanztraining, sondern auch einen bezaubernden Blick auf den Schweinemarkt.

Am nächsten Morgen gab es beim Stadtrundgang vor und hinter der alten Stadtmauer viel zu sehen. Die Altstadt mit ihren 14 Türmen und 4 Toren

Gotisches Münster St. Georg

und interessante Gebäude wie das Deutsche Haus mit der als schönste Fachwerkfassade Süddeutschlands gerühmten Front

begeisterte die Beiden ebenso wie die vielen Storchfamilien, die das alten Städtchen als Heimat auserwählt und dort ihre Nester auf den Kirchtürmen und Dächern gebaut hatten.

Bäuerlinsturm und Storchennest

Ein nächtlicher Rundgang mit historischem Nachtwächter rundete das vielseitige Tagesprogramm ab.

Hört ihr Leut und lasst euch sagen …
Allen eine gute Nacht!

 

Ein Tagesausflug in die wunderschöne Stadt Rothenburg ob der Tauber bildete das nächste Highlight. Allerdings herrschte dort ein ganz anderes touristisches Treiben als in dem beschaulichen Dinkelsbühl. Das Wetter zeigte sich nicht von seiner besten Seite. Unsere cleveren Besucher begaben sich deshalb auf eine (im doppelten Sinne) überdachte Entdeckungstour entlang dem berühmten Rothenburger Turmweg auf der Stadtmauer, die die Altstadt von Rothenburg umgibt.

Von dort aus boten sich atemberaubende Aussichten auf das altertümliche Panorama

und auf putzige Fachwerkhäuser.

Als der Regen nachließ, durchstreifte man auch die Altstadt, bestaunte das historische Kriminalmuseum

und das verwinkelte Plönlein, Wahrzeichen der Stadt Rothenburg.

 

Eine weitere sehenswerte Stadt an der Romantischen Straße ist Schwäbisch Hall. Diesen Zwischenstopp auf der Weiterfahrt nach Enzklösterle ließ man sich natürlich nicht entgehen, denn auch hier gab es wunderschönes Fachwerk zu bewundern,

den hübschen Marktplatz und die eindrucksvolle romanisch –gotische Kirche St. Michael. Sportlich fit erklommen die Beiden die 150 Stufen des Kirchturms in der Viertelstunde zwischen zwei Glockenschlägen und wurden durch den Blick auf die große Glocke und auf Schwäbisch Hall aus der Vogelperspektive belohnt.

Zudem gab es noch die Gelegenheit, einer Probe zum Musical „Wie im Himmel“ auf den 53 Stufen vor St. Michael beizuwohnen.

Nach diesen abwechslungsreichen Tagen der Erholung sollte es nonstop nach Enzklösterle gehen.

Aperol Spritztour gefällig?
Oder doch lieber ein Prosecco?
Vor der Autofahrt keines von beiden!

Da die Autobahnen wie meist überfüllt waren und auch der direkte Weg nach Enzklösterle wegen gesperrter Straßen stressig zu werden drohte, entschied man sich für eine Route auf „Schleichwegen“ und kam so ganz entspannt in dem Schwarzwälder Luftkurort an.

Fotos: Elisabeth und Klaus Christmann

Am nächsten Morgen trafen sich schon beim Frühstück etliche Paare, die an diesem Tag ein Turnier bestreiten wollten. Gut vorbereitet und mental eingestellt trafen unsere Beiden vor dem Kursaal mit seinem wie immer einladenden Ambiente ein.

 

Foto: Marcel Erné

Liebevoll wurden hier alle Tanzpaare empfangen und mit frischem Obst und dem traditionellen Heidelbeertee versorgt. Und auch hier gab es manches fröhliche Wiedersehen mit Tanzfreunden.

Foto: privat

David Kiefer, Jugendwart des Niedersächsischen Tanzsportverbandes und zugleich Sportwart des TSC Enzklösterle, führte wieder souverän, schlagfertig und kurzweilig durch die Turniertage; zudem agierte er noch unermüdlich als Organisator und als Fotograf – ein Multitasking-Talent! Er und der anwesende DTV-Beauftragte für Senioren-Leistungssport, Michael Lindner, als Chairperson entschieden sich für entspanntes Tanzen während der gesamten Turniertage und schickten maximal sechs Paare pro Heat auf die Fläche, was von den Tanzpaaren mit kräftigem Applaus honoriert wurde.

So lief auch das Turnier der Masters IV S, an dem Klaus und Elisabeth als einziges niedersächsisches Paar teilnahmen, mit 17 Paaren in angenehm gelöster Atmosphäre ab.

Unsere Beiden schafften locker den Einzug in das Semifinale und durften sich danach über den Einzug ins Finale freuen.

Dieses war mit den ehemaligen Deutschlandpokalsiegern Thomas und Annette Kreuels, den Bayerischen Meistern Michael Saumweber und Sabine Schaffert sowie weiteren Spitzenpaaren aus Bayern und Baden-Württemberg recht stark besetzt. Als einzige „zugereiste Nordlichter“ schlugen sich Klaus und Elisabeth in einem ansonsten überwiegend süddeutschen Finale sehr gut und belegten letztendlich Platz 5.

Siegerehrung Masters IV

1. Thomas Kreuels / Annette Kreuels, TSC Mönchengladbach
2. Michael Saumweber / Sabine Schaffert, TSA d. TSV Unterpfaffenhofen-Germering
3. Dieter Pioch / Christiane Pioch, TSC Savoy München
4. Dieter Rückl / Christiane Rückl, TC Neckartal Pleidelsheim
5. Klaus Christmann / Elisabeth Christmann, Tanz Sport Club in Hannover
6. Frank Nobis / Bärbel Nobis, Tanzsportzentrum Dresden

 

Im Anschluss an dieses Turnier gingen 20 Paare an den Start des letzten Qualifikationsturniers der Goldenen 55 vor der Endveranstaltung. Einziges Paar aus Niedersachsen waren hier Jürgen und Christiane Flimm.

Sie belegten klar den 2. Platz und verteidigten diesen auch in der Rangliste zur Serie G 55.

Sieger in allen Tänzen wurden die „Jungeinsteiger“ Eckehard und Anne Kahl.

Auf Platz 3 kamen Norbert Jäger und Christine Jäger-Eberhardt.

Siegerehrung Qualifikationsturnier Goldene 55

Fotos: David Kiefer

Den Abend verbrachten viele Paare der Masters III und IV zusammen bei einem leckeren Schmaus im Schwarzwaldhof.

 

Am nächsten Morgen hieß es schon früh aus den Federn, denn der Start zum fünften und letzten Qualifikationsturnier der Leistungsstarken 66 war auf 11 Uhr angesetzt. Eine gute Chance, noch ein paar Pünktchen vor der Endveranstaltung im November in Gifhorn mitzunehmen. 24 Paare gingen an den Start – ein starkes Feld, wie sich bei Einsicht in die Startliste herausstellte.

Die Vorrunden wurden in jeweils fünf Heats getanzt; so hatten die Paare viel Raum, ihre Tänze zu präsentieren. Als die zweite Vorrunde mit dem Langsamen Walzer eröffnet wurde, erschraken alle im Saal mächtig über ein krachendes „Rumms!!“. Sofort ließ der Turnierleiter die Musik abschalten und schaute nach, was passiert war. Kleine Ursache, große Wirkung, und dann Entwarnung: Zur Erleichterung aller war nur ein Stuhl umgefallen, und das Turnier konnte sorglos fortgesetzt werden.

Mit 49 von möglichen 50 Kreuzchen schafften Elisabeth und Klaus ganz souverän den Sprung ins Semifinale mit 14 Paaren.

Hurra, wir sind dabei!

Leider reichte es dort dann nicht für den Einzug ins Finale; aber auch über Platz 10 in diesem starken Feld haben sich unsere beiden TSC-Vertreter gefreut. In der Rangliste zur LS 66 stehen sie nun auf Platz 13 und haben gute Karten für die Endveranstaltung im niedersächsischen Gifhorn.

Gewonnen wurde das Qualifikationsturnier in Enzklösterle ganz knapp im letzten Tanz von Michael Saumweber und Sabine Schaffert.

Zweite wurden Peter und Ulrike Holzner aus dem nahegelegenen Tübingen. Der dritte Platz ging an die Berliner Lutz und Berit Fröhlich.

Siegerehrung Qualifikationsturnier Leistungsstarke 66

Fotos: David Kiefer

1. Michael Saumweber / Sabine Schaffert, TSA d. TSV Unterpfaffenhofen-Germering
2. Peter Holzner / Ulrike Holzner, TTC Rot-Gold Tübingen
3. Lutz Fröhlich / Berit Fröhlich, Askania – TSC Berlin
4. Richard Sonnenwald / Regine Becker, Tanzsport-Zentrum Augsburg
5. Dieter Pioch / Christiane Pioch, TSC Savoy München
6. Stephan Vogel / Ute Retzlaff, TTC Carat Berlin

 

Der Abend fand einen fröhlichen Abschluss in netter Runde.

Am nächsten Morgen brachen unsere Beiden dann nach fast zwei Wochen Herumreisens im Zeichen des Tanzsports in Richtung Heimat auf und kamen nach nur fünf Stunden entspannter Autofahrt wohlbehalten in der Südstadt von Hannover an.

Wieder zu Hause – und Aussicht auf noch mehr Türme

Foto: Elisabeth Christmann

 

Alle Ergebnisse vom Tanzwochenende in Enzklösterle

Bericht auf der NTV-Website

Bericht auf der DTV-Website