12.03.2017 Glinde

Michel-Pokale in Glinde: 

Fleißige TSC-Paare, Revanche
und ein hohes Punktekonto 

 

Das alljährliche Turnierwochenende rund um die Michel-Pokale in Glinde hat sich mittlerweile zu einem der größten Tanzsportevents in Norddeutschland gemausert. Leider werden dort seit längerer Zeit keine Turniere für die höchste Tanzsportklasse mehr angeboten. Trotzdem kamen in diesem Jahr weit über 600 Startmeldungen zusammen.

Das Objekt der Begierde

Viele Mitglieder des unermüdlichen Organisationsteams vom TSV Glinde und vom Club Saltatio Hamburg waren zwei Tage lang fast rund um die Uhr voll beschäftigt. Herzlichen Dank für diesen engagierten Einsatz!

Zwei unserer emsigsten TSC-Paare, nämlich Stefan und Kerstin Grünewald sowie Andreas und Birgit Spyra, beteiligten sich als aktive Tänzer an mehreren Turnieren. Zufällig hatten beide Paare die gleiche Pension „Haidhus“ gebucht, und so war natürlich ein Gruppenfoto fällig…

Andreas stellt den Selbstauslöser ein

Die Tapferen Vier …

… werfen sich in Schale und dann in die Schlacht

Am Samstag starteten bei den Senioren III B insgesamt 21 Paare, darunter Birgit und Andreas. Die Beiden kämpften sich durch drei Vor- und Zwischenrunden bis ins siebenpaarige Finale und wurden dort Sechste.

Siegerehrung Senioren III B, Samstag

Bei dem parallel ablaufenden Turnier der Senioren I B waren es 13 Paare. Wieder einmal zeigte sich, dass in dieser Klasse einige Paare, mit denen Stefan und Kerstin auch schon in Bad Nenndorf und Winsen gemeinsam auf der Fläche gestanden hatten, leistungsmäßig ganz dicht beieinander liegen. Es war daher auch in Glinde überhaupt nicht vorhersehbar, wie es ausgehen würde, schon gar nicht bei verdeckter Wertung.

TSC-Paare auf geteilter Fläche:
Birgit und Andreas Spyra, III B (links hinten)
Kerstin und Stefan Grünewald, I B (rechts vorn)

Kerstin und Stefan waren absolut glücklich und zufrieden, in diesem starken Feld erst einmal das Finale erreicht zu haben und dann bei der Siegerehrung nicht gleich zu Beginn, sondern erst zum vierten Platz aufgerufen zu werden. Damit konnten sie gegenüber den vorangegangenen Turnieren den Spieß umdrehen und nicht nur das in Bad Nenndorf siegreiche Paar Damköhler,  sondern auch die in Winsen gekürten Vizelandesmeister Chollewig  als „Dauerrivalen“ hinter sich lassen.

Eine kleine Rarität verbirgt sich in der Endrundentabelle dieses Turniers: Trotz unterschiedlicher Einzelwertungen ergab sich im Quickstep für drei Paare die absolut gleiche Majoritätswertung – ein weiterer Beweis dafür, dass das hochkomplizierte und in vielerlei Hinsicht absurde Majoritätssystem (Beiträge vom 23. 3. 2015, 29. 9. 2015 und 20.11. 2016) keineswegs immer eine eindeutige Reihenfolge erzeugt.

Siegerehrung Senioren I B, Samstag

Als Preise gab es Ketchup und diverse Grillsaucen

Birgit und Andreas ließen den warmgewordenen Motor gleich weiter laufen und begaben sich beim anschließenden SEN II B-Turnier zusammen mit sage und schreibe weiteren 36  teilnehmenden Paaren auf das Parkett. Obwohl hier in Gruppen mit 7 bis 8 Paaren getanzt wurde, empfanden sie das rücksichtsvolle Verhalten der Kontrahenten als positiv und erreichten in diesem jüngeren und stärkeren Feld immerhin die erste Zwischenrunde. Dieses Turnier gewannen Philipp Vana und Corina Städtler, die für den Braunschweiger TSC starten, aber sehr häufig in unserem Club trainieren.

Nachdem Kerstin und Stefan ihre Clubkameraden noch eine Weile bei deren zweitem Turnier unterstützt hatten, ließen sie den gelungenen Tag mit einem Besuch der Elbphilhamonie ausklingen.

Imposant futuristisch: die neue Elbphilharmonie

 

Am Sonntag gab es nach einem gemütlichen gemeinsamen Frühstück für unsere Vier eine Neuauflage der Wettbewerbe vom Vortag.  Neuer Tag – neues Glück? Jedenfalls ergab sich teilweise eine gänzlich neue Reihenfolge: Paare aus dem Finale am Samstag schieden schon in der Vorrunde aus, und umgekehrt. Bei solchen Mammutveranstaltungen kann das immer passieren.

Bei den Senioren I B starteten diesmal „nur“ 11 Paare, und wieder lag das gesamte Feld dicht beieinander. Wegen Platzgleichheit von 6 bis 8 war eine Zwischenrunde nötig, und auch das Finale musste wegen gleicher Kreuzchenzahl auf den Plätzen 6 und 7  mit sieben Paaren getanzt werden – auf der großen Fläche kein wirkliches Problem. Stefan und Kerstin konnten sich von Runde zu Runde steigern. Lagen sie nach Kreuzen in der Vor- und Zwischenrunde noch im hinteren Feld, konnten sie im Finale die beiden Dauerkonkurrenten vom Vortag wieder hinter sich lassen, mussten diesmal jedoch bei gleicher Platzziffer den Fünften vom Samstag den Vortritt lassen und landeten so am Sonntag selbst auf Platz 5.

Siegerehrung Senioren I B, Sonntag

Fotos: Grünewald / Spyra u.a.

Andreas und Birgit beendeten ihr zweites Turnier der Senioren III B mit dem etwas „undankbaren“ Anschlussplatz ans sechspaarige Finale – in einem Feld von 20 Paaren dennoch eine prima Leistung.

Bei den Senioren II B war dann nochmals ein Riesenfeld am Start: 36 Paare! Birgit und Andreas schafften wieder den Sprung in die erste Zwischenrunde. Insgesamt haben sie damit an diesem Wochenende neun (!) Runden getanzt und 57 Punkte gesammelt. Dank des kontinuierlichen Endrundentrainings beim TSC hat den Beiden die „Ochsentour“ am Wochenende konditionell keine Probleme bereitet. Wenn das so weiter geht, kommt der Aufstieg schneller, als man spekulieren durfte…

 

Link:

http://michel-pokale.de