03.07.2026 Wuppertal
danceComp in Wuppertal
Birgit und Marcel weiter bestes deutsches Paar auf der Weltrangliste
Michi und Mario im Viertelfinale der Senioren III
Alljährlich im Juli (und meist bei hohen Temperaturen) ist die danceComp in der schönen Historischen Stadthalle von Wuppertal Anziehungsmagnet für Tausende von Tanzbegeisterten aus aller Welt. Unsere Paare haben hier schon so manche Meriten eingefahren (siehe z.B. Berichte 2015, 2016, 2018, 2022, 2025).
Auch in diesem Jahr waren wieder enorm große internationale Startfelder bei den WDSF-Turnieren zu erwarten, die oft sogar denen der GOC Konkurrenz machen. Und wieder wagten sich einige mutige Paare aus unserem Club in den sehr stark besetzten Weltranglistenturnieren auf die Tanzfläche.
Direkt aus dem sardinischen Urlaub zurückgekehrt und gut erholt, aber ohne Training in den vorangegangenen zwei Wochen machten sich Marcel Erné und Birgit Suhr-Erné schon am Donnerstagmorgen auf den Weg nach Wuppertal, denn die WDSF Open Senior V waren wie einige weitere Turniere auf diesen Tag gelegt worden – eine Neuerung, die nicht überall Begeisterung auslöste.
Wieder einmal eine beschwerliche Anfahrt: Schon bei Garbsen der erste endlose Stau …


Und das dicke Ende kurz vor Wuppertal:
Aber schließlich erreichte man bei strömendem Regen die Stadt zwischen Berg und Tal der Wupper.
Wegen Renovierungsarbeiten war die Historische Stadthalle in diesem Jahr von Baugerüsten und Vorhängen eingehüllt.

Aber dann hatte der Himmel ein Einsehen und zeigte sich in Blau über dem prächtigen historischen Gebäude zu dessen 125-jährigem Jubiläum.

Fotos: Marcel Erné

Foto: Birgit Suhr-Erné
Drinnen herrschte das bekannte bunte Treiben, auch wenn an diesem Donnerstag noch nicht der ganz große Run zu befürchten war. Am Ausstellungsstand von Katia Convents wurden die Besucher auf Plakaten durch die Stars von Let’s Dance begrüßt.
Weil im großen Festsaal die Vorbereitungen für die Europameisterschaft Latein U 21 liefen,
mussten alle am Donnerstag Startenden in den Mendelssohn-Saal ausweichen – ein hübsches Ambiente, allerdings mit einer für Weltranglistenturniere etwas kleinen Fläche.

Hitziges Getümmel war somit bei den großen Paarturnieren vorprogrammiert, auch wenn die Außentemperaturen sich in diesem Jahr in erträglichen Grenzen hielten.

Die jugendlichen Solotänzerinnen waren schon in voller Aktion und hatten genügend Raum, sich zu entfalten.
Fotos: Marcel Erné
Inzwischen hatten sich Marcel und Birgit mit Hans-Jürgen und Sigrid Schulze getroffen.

Dann wurde es Zeit für unsere beiden Clubpaare, sich in die Schlacht auf engstem Raum zu stürzen. 30 Paare aus acht Nationen, darunter die Weltspitze aus Italien, traten bei den WDSF Open Senior V an. Und 10 Paare pro Heat wurden durch einen extrem schmalen Eingang auf die Fläche getrieben, auf der es eng und hektisch zuging.
Trotz aller Karambolagen erreichten unsere beiden Paare sicher das Viertelfinale.
Hier war glücklicherweise mit je acht Paaren pro Heat mehr Platz auf der Fläche und damit ein etwas entspannteres Tanzen möglich. Hans-Jürgen und Sigrid nutzten diese Erleichterung und tanzten bis auf Platz 21 vor.
Birgit und Marcel konnten sich gegenüber der Vorrunde deutlich steigern, verpassten aber mit Platz 16 das Semifinale; ein déjà-vu Erlebnis, denn genau 10 Jahre zuvor hatten sie an gleicher Stelle dasselbe Resultat bei den Senioren IV erzielt.
Dennoch verteidigten sie ihre derzeitige Spitzenposition als bestes deutsches Paar in der Weltrangliste der Senioren V – ein versöhnlicher Abschluss eines turbulenten Tages.

Im Finale hatte Italien die Zweidrittelmehrheit und stellte mit den Ranglistenersten Giovanni Boccu und Federica Gualina das Siegerpaar.

Fotos: Marcel Erné u.a.
Trotz des Beginns der Ferien in mehreren Bundesländern und der zu erwartenden Staus gestaltete sich die Anfahrt nach Wuppertal am Donnerstagabend für Michaela Frahm und Mario Müller-Frahm problemlos. Nach dem obligatorischen Termin zur Haargestaltung gab es eine kleine Überraschung: Das Hotel verfügte nur über ein Terminal zum Self-Check-in. Die Daten waren schnell eingegeben, doch das System konnte sie nicht finden. Eine mehrfache Überprüfung ergab schließlich, dass die beiden die Nacht von Freitag auf Samstag statt von Donnerstag auf Freitag eingetragen hatten. Dies konnte noch storniert werden, doch der sofortige Versuch, für die richtige Nacht ein Zimmer zu buchen, scheiterte, da die Uhr nun schon kurz nach Mitternacht zeigte, so dass für den Donnerstag, der inzwischen zum Vortag geworden war, keine Buchung mehr erstellt werden konnte. Also blieb nur ein Anruf im altbekannten Vienna House. Dort war tatsächlich noch ein Zimmer frei, aber natürlich in einer anderen Preiskategorie, dafür mit eigenem Parkplatz und kurzen Wegen zur Stadthalle.
Am nächsten Morgen:


Bei ihren Clubkameraden Ulf und Doris Nagel sah der Plan für Freitagmorgen vor: zeitiges Aufstehen, schminken, Haare frisieren, aus dem Hotel auschecken und rechtzeitig um 8 Uhr 40 in der Umkleide sein. Leider hatten viele andere Tänzer einen ähnlichen Plan. Die Garderoben waren total überfüllt, und um einen winzigen Platz zu ergattern, musste man ganz schön suchen. Nachdem dieses Hindernis überwunden war und das Turnier-Outfit saß, ging beim Eintanzen das Gewusel weiter.
Das hochkarätig besetzte Feld bei den WDSF Open Senior III Standard, die bereits um 9:30 begannen, präsentierte sich in überwältigender Größe und Qualität: 141 Paare bewarben sich hier über viele Stunden hinweg um Punkte und Platzierungen. Leider entschieden sich die Veranstalter wieder dafür, in den ersten zwei Runden jeweils einen Tanz zu streichen – eine Maßnahme, die von vielen Aktiven und Funktionären kritisiert wird.
Doris und Ulf erwischten bei der festen Rundenauslosung den extrem stark besetzten ersten Heat, so dass ihre gute Leistung diesmal leider nicht für die nächste Runde reichte.
Das Ambiente des opulenten Festsaales mit seinen filigran gestalteten Galerien, den vergoldeten Stuckaturen und großartigen Deckenmalereien entschädigte für die diversen Problemchen und kleinen Enttäuschungen an diesem Tag.

Fotos und Selfie: Mario Müller-Frahm
Michi und Mario kämpften sich bravourös bis ins Viertelfinale vor.
Fotos: Ulf Nagel
In dieser vierten Runde verabschiedeten sie sich mit einem sehr zufriedenstellenden 23. Platz aus dem Turnier.

Fotos: privat
Sieger bei den Senioren III Standard wurden die Weltranglistenzweiten aus Italien, Vittorio Bramati und Silvia Martorelli, vor zwei deutschen Paaren: Ingo Bauer / Sandra Fürsattel auf Platz 2 und Fabian Lohauß / Simone Braunschweig auf Platz 3.
Die verbleibenden Nachmittagsstunden nutzten Michi und Mario für die zweite Anprobe beim Schneider sowie für eine Shoppingtour durch die Stände auf der danceComp. Den langen Tag ließen sie mit Freunden bei Pizza und Pasta in der Osteria ausklingen. Erst gegen Mitternacht endete die Rückreise in die Heimat.
Alle Ergebnisse der danceComp 2026





















