13.06.2026 Eindhoven WDSF
Weltranglistenturniere in Eindhoven
Mario und Michi im Finale der WDSF Open Senior III
Marcel und Birgit bestes deutsches Paar auf der Weltrangliste
Drei Wochen nach ihrem erfolgreichen tanzsportlichen Ausflug in die niederländische Metropole Amsterdam (siehe Bericht) zog es vier unserer internationalen Vielstarter schon wieder in das westliche Nachbarland; denn diesmal boten WDSF-Turniere im weiter südlich nahe der belgischen Grenze gelegenen Eindhoven erneut Gelegenheit zum Sammeln begehrter Weltranglistenpunkte.
Die Anfahrt sollte zu einem stressigen Geduldsspiel werden, denn im Ruhrgebiet war verkehrstechnisch der Teufel los.

Zunächst kündigte sich das Chaos nur auf der Gegenfahrbahn an.
Doch bereits rund um Dortmund ging bei regnerischem Wetter auch in Richtung Westen nichts mehr.
Unter riesigen Baukränen und vorbei an nicht enden wollenden Baustellen arbeiteten sich die geplagten Autofahrer im Schneckentempo Meter um Meter voran …
und bei Duisburg standen dann nicht nur Blechkarawanen in alle Himmelsrichtungen, sondern sogar die Güterzüge still.
Als man nach vielen Stunden endlich die holländische Grenze passieren konnte, entspannte sich die Verkehrslage etwas und die Wolkendecke brach auf – genau wie bei den Clubkollegen, die zur gleichen Zeit ganz in der Nähe auf dem Weg ins Dreiländereck waren (siehe Bericht).
Und endlich erschien die erlösende Abzweigung nach Eindhoven auf der Anzeigetafel.
Bei der Ankunft im hübschen Hotel Parkzicht, das seinem Namen alle Ehre macht,
begann es wieder zu regnen, aber das hielt Birgit und Marcel nicht davon ab, bei einem ausgedehnten Spaziergang durch den grünen Park die eindrucksvollen Skulpturen zu bestaunen.


Umgeben von Pariser Flair
ließ man im Hotel den Abend vor einem spannenden Turniertag ausklingen.
Am nächsten Morgen hieß es früh raus aus den Federn. Denn die Turniere begannen schon gegen 10 Uhr morgens.
Im Inneren der Sporthalle Tivoli hatte schon ein alter Bekannter seine magisch beleuchteten Ausstellungsstände installiert.

Und alsbald waren die Tänzer und Tänzerinnen startklar.




Den Anfang machten die Senioren III. Im Startfeld der 31 Paare aus fünf Nationen waren naturgemäß Belgien und die Niederlande am stärksten vertreten. Vom Niedersächsischen Tanzsportverband waren diesmal nur zwei Paare am Start: Mario Müller Frahm und Michaela Frahm aus unserem Club
sowie Rainer und Gitta Koning von der TSG Nordhorn.
Fotos: Marcel Erné
Beide Paare qualifizierten sich souverän mit voller Kreuzchenzahl 55 für Runde 2. Bevor diese eingeläutet wurde, waren aber erst einmal die Senioren der Altersklasse V an der Reihe. Hier gingen 17 Paare an den Start, davon die Mehrzahl aus Belgien und den Niederlanden. Der Veranstalter tat diesen Paaren den „Gefallen“, im elfköpfigen Wertungsgericht je zwei Vertreter aus den genannten beiden Ländern einzusetzen, was leider die Konsequenz hatte, dass nach den Regularien der WDSF 35 % Bonuspunkte futsch waren, denn diese werden nur vergeben, wenn die Jury aus 11 verschiedenen Nationen zusammengesetzt ist.
Dennoch gingen Marcel Erné und Birgit Suhr-Erné motiviert und hochkonzentriert ihren Turnierauftritt an.
Fotos: Mario Müller-Frahm
Bei den Senioren III präsentierten sich Michi und Mario in Runde 2 in brillanter Form und qualifizierten sich mit der höchsten Kreuzchenzahl aller Paare für das Semifinale.
Fotos: Marcel Erné
Auch Birgit und Marcel hatten von der Jury ein klares Votum für das Semifinale erhalten. Hier wurden nun alle 12 noch im Rennen befindlichen Paare gemeinsam auf die Fläche geschickt und mussten ohne jede Atempause sämtliche fünf Tänze durchstehen – eine Marathonaufgabe, die bei den teils über 75 Jahre alten Haudegen deutliche Spuren hinterließ. Dass die Moderatoren nicht ein einziges Wort des Kommentars zwischen den Tänzen fanden und nicht einmal die beteiligten Nationen vorstellten, wurde allgemein als etwas lieblos empfunden.
Birgit und Marcel gaben ihr Bestes,
konnten aber gegen die Übermacht der Tänzer und Wertungsrichter aus dem Gastgeberland und aus Belgien an diesem Tage nicht allzu viel ausrichten. Platz 11 war nach den vier Finalteilnahmen und einem Anschlussplatz ans Finale in den vorangegangenen WDSF-Turnieren nicht ganz das erhoffte Ergebnis, doch es reichte, um unser Paar in der aktuellen Weltrangliste der Senioren V an die Spitze aller deutschen Paare vorzuschieben!

Fotos: Mario Müller-Frahm
Im Finale der Senioren V standen je zwei Paare aus Italien, Spanien und den Niederlanden.

Der unangefochtene Sieg ging an die mehrfachen Vizeweltmeister früherer Jahre, Alessandro Barbone und Patrizia Flamini, Platz 2 an das spanische Top-Paar Josep Berengueres und Dolors Llordes, und Platz 3 an die ehemaligen Vizeweltmeister der Senioren III, Bram und Ans Stelling.
Im Semifinale der Senioren III zeigten die beiden NTV-Paare überzeugend, was sie draufhatten. Rainer und Gitta Koning belegten am Ende wie schon in Amsterdam Platz 9.
Mario und Michi waren an diesem Tag nicht zu bremsen und stürmten sogar ins siebenpaarige Finale.
Hier konnten sie noch einmal zulegen und beendeten das Turnier auf dem umjubelten 6. Platz.
Mit fast allen Einsen holte sich das derzeit beste deutsche Paar, Ingo Bauer und Sandra Fürsattel vom TSC Rot-Gold-Casino Nürnberg, den Sieg.

Das Spitzenpaar des Gastgeberlandes, René Ewals und Ymke Lemmens, kam auf Platz 2. Der dritte Platz ging an das für Aserbeidschan startende Paar Evgeny Olkov und Marina Belyaeva.


Gratulation an Michi und Mario zu ihrem neuerlichen internationalen Superergebnis!
Fotos: Marcel Erné
Die Heimfahrt gestaltete sich sowohl wettermäßig als auch verkehrstechnisch deutlich erfreulicher als die Hinfahrt, auch wenn es im Ruhrpott wieder die unvermeidlichen Staus gab.
Fotos: Marcel Erné
Aber schließlich winkten nach einem anstrengenden, aber gelungenen Tag im Nachbarland die heimatlichen Gefilde.
Unsere vier erfolgreichen internationalen Starter haben vielleicht nicht nach den Sternen gegriffen, aber die fliegenden HolländerInnen hatten sie schon beinahe im Griff.
Foto: privat







































